Weltcupfinale Hafjell

Hafjell in Norwegen war am vergangenen Wochenende Austragungsort des UCI MTB Worldcupfinales. Der  3,8 km lange Rundkurs am olympischen Ski-Hang von 1994 war konditionell sehr fordernd,  hielt technische Passagen bereit und war vor allem mit unzähligen spitzen Steinen übersäht.

Als Gesamtführender hatte ich eine gute Ausgangsposition, sollte der Schweizer Indergand oder der Franzose Drechou gewinnen, müsste ich 11. Bzw. 12. werden. Doch mein Ziel war es nicht, nur auf Gesamtwertung zu fahren, ich wollte noch einmal zeigen, dass ich gut drauf bin und mit mir zu rechnen ist.

Ich erwischte einen guten Start ins U23 Rennen und mir gelang es noch vor der ersten technischen Passage mich an die Spitze des Feldes zu setzen. Als ich mich danach umsah, hatte ich plötzlichen einen Vorsprung. Ich erinnerte mich an Albstadt und Val di Sole und versuchte durch zu ziehen. Nach der ersten Runde betrug mein Vorsprung 16 Sek. In der zweiten Runde kurz hinter  der technischen Zone auf einer einfachen flachen Wiesenpassage dann plötzlich „pffff“. „Warum? Das war doch gar nichts“ dachte ich mir, während ich auf der Felge die zwei Anstiege zur nächsten technischen Zone bewältigte. Auf Platz 16 ging ich wieder ins Rennen. Ich versuchte so schnell es ging wieder auf Platz 11 vor zu fahren, um die Gesamtwertung immer in meinen Händen zu wissen. Das gelang mir und so versuchte ich den 11. Platz nur noch zu verwalten, für mehr war nach diesem Pech die Motivation am Saisonende einfach zu gering. Das Rennen gewann der Franzose Sarrou vor dem Neuseeländer Cooper und dem Niederländer van der Heijden.

Ich konnte mir so jedoch als erster Deutscher überhaupt den Gesamtweltcupsieg holen und das tröstet mich doch sehr über den Platten hinweg und macht mich extrem glücklich.