One Day at Mt. St. Anne…

Mt. St. Anne am St. Lorenz Strom etwa 40 km flussabwärts der kanadischen Stadt Quebec ist am Wochenende erneut Station des UCI MTB Worldcups. Aber rund um den etwa 700 m hohen Berge gibt es weit mehr als nur die technische knapp 4 km lange Rennstrecke zu entdecken. Grund genug um einmal einen Blick auf das Geschehen neben der Rennstrecke zu werfen.  Hier ein Tag mit dem Focus XC Team…

„Es ist kurz vor 7  sieben als ich aus meinem Bett in den niedlichen Chalets unweit der Rennstrecke krieche. Teamkollegen Helen und Uwe kommen von einem kleinen Spaziergang von der Rennstrecke zurück, 6 Std. Zeitverschiebung sind wohl der Grund. Das gute am Jetlag ist jedoch, dass wir so den sonnigen Tag in vollen Zügen ausnutzen können. Also Obstsalat schneiden, Baguette kaufen und Kaffee aufsetzen- so sind wir schon um halb neuen mit unserem entspannten Frühstück in der kanadischen Sonne fertig. Danach werden die Raven 29R’s aus der Bikebox gehievt, zusammengebaut und dann geht es endlich auf ’s Bike.

Auf den ersten Metern stecke die lange Reise vom Vortag noch in den Knochen, doch kaum geht es auf die Rennstrecke, sind auch diese Strapazen vergessen. Wir absolvieren eine lockere Runde um uns einen groben Überblick über die teils neu gestaltete Rennstrecke zu verschaffen, morgen inspizieren wir die 4 km Schleife dann genauer. Heute wollen wir lieber die schier endlosen, verspielten Trails abseits der Rennstrecke am Mt. St. Anne unter die Conti-Stollen nehmen. Die Trails sind der Wahnsinn. Immer wieder Kurven, mal Steine mal Wurzeln und dann einige Wellen, sodass man sich fast ohne zu treten nur mit ständigem pushen fortbewegen kann. Nach knapp 2 Std verlassen wir das Traillabyrinth und machen langsam ein paar Höhenmeter den Berg hinauf. Nach etwa einer halben Stunde treffen auf auf den Vietnam-Trail, unser Favorit aus dem letzten Jahr. Der zu Beginn schnelle und flowige Trail verläuft nach einigen Hundertmetern am Bach entlang, wo immer wieder Northshore-Elemente für trockene Reifen und Abwechselung sorgen. Unten angekommen verarbeiten wir die Glücksgefühle noch ein wenige auf der Straße beim Ausfahren.

Ein Happen zum Mittag, ein kurzer Schlaf und dann wartet schon das nächste Highlight: ab in den Canyon. Unweit der Rennstrecke hat sich ein Bach tief in den Fels gefressen. Für mich als „Flachländer“ ein Highlight und für unsere Beine ist das Bergwasser eine willkommene Abkühlung.Danach steht noch etwas Gymnastik  auf dem Programm.

Ab Abend wir dann noch der Grill angeschmissen, bei einem Glas Wein gemütlich zusammen gesessen und ein super Tag geht zu Ende. Fast. denn der vielleicht härteste Teil kommt noch. Schon um kurz vor neun bin ich „hundemüde“. Doch wenn ich jetzt schon schlafe komme ich nicht in den neuen Tagerhythmus. Also kämpfe ich mit der Müdigkeit, schlafe eins, zwei Mal beim Reden fast ein. Es ist halb elf als ich endlich meine Augen schließen darf und ein super Tag zu Ende geht.

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