4# Weltcup in La Bresse

Die kleine Stadt La Bresse in den französischen Vogesen war am Wochenende Schauplatz des vierten UCI Worldcups der Saison. Mit einem langen, steilen Anstieg und  30o hm pro 4,9 km Runde war die Strecke ehr „Oldschool“, aber mit der langen und mit Felsen übersäten Abfahrt doch cool. Und vor allem die vielen Zuschauer versetzten den steilen Vogesenhang in eine atemberaubende Stimmung.

Der Start des U23 Rennens über eine Startloop und fünf Runden war zunächst taktisch geprägt, doch sobald es in den ersten Anstieg ging wurde das Tempo vom späteren Sieger Alexander Gehbauer extrem angezogen und er setzte sich bereits  ab.  Bis zum höchsten Punkt der Strecke musste ich auch die Verfolger etwas ziehen lassen, konnte jedoch in der langen Abfahrt wieder aufschließen. In den nächsten zwei Runden verkleinerte sich die Gruppe am Berg und plötzlich waren wir nur noch zu zweit. Ich konnte kurz vor der Abfahrt am Tschechen Cink vorbei gehen und kam mit etwa 15 Sekunden aus der Abfahrt. Ich merkte meine Beine in der nun vorletzten Runde extrem und hoffe meinen Rhythmus dennoch durchziehen zu können. Mein Vorsprung auf die Verfolger vergrößerte sich vor der letzten Runde und so kämpfte ich  mich noch einmal den langen Berg hoch. Als ich oben sah, dass der Vorsprung kaum geschrumpft war, konzentrierte ich mich auf die letzte Abfahrt: „kein Risiko, kein Platten, Markus!“. Es ging auf und so konnte ich mir überglücklich den zweiten Platz hinter Gehbauer und vor dem Schweizer Stirnemann, der Cink in der letzten Abfahrt noch überholte, sichern.

Das alles funktioniert hat, ich mich gut gefühlt habe und es zum Podest gereicht hat, darüber freue ich mich wirklich enorm:).