Saisonvorbereitung 2017

Die Saison 2017 steht vor der Tür und bereits am Wochenende starten die ersten traditionellen Cross Countryrennen auf europäischem Boden. Für mich sind es zwar noch drei Wochen bis zum Saisonstart in Mailand Mitte März, doch langsam kribbelt es auch bei mir.

Nach einer langen Saison 2016 habe ich den Oktober ganz entspannt genommen und bin im November wieder ins Training eingestiegen. Im Winter habe ich es genossen viel zu Hause zu trainieren, etwas an meinem Studium weiter zu machen und bin Anfang Januar auch zwei MTB-Trainingsrennen beim RC Bocholt gefahren. Immer eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Kraft- und Radtraining.
Doch im Februar war es auch für mich an der Zeit die heimischen Gefilde zu verlassen und zusammen mit der Nationalmannschaft des BDR einige Kilometer auf Mallorca abzureißen.
Unter der Sonne Spaniens vergingen die Stunden im Sattel von ganz alleine, was vielleicht auch an der ein oder anderen Cafè con Lèche Pause gelegen hat. Jedenfalls war die Stimmung in der Gruppe super und Bundestrainer Peter „Speedy“ Schaupp musste die Euphorie ehr bremsen, damit nicht täglich die Insel mit dem Rad vermessen wird…

Nach gutem Training auf meinem Rennrad konnte ich es kaum erwarten im dritten und letzten Trainingsblock endlich einmal die Trails rund um Palma unter die Stollenreifen zu nehmen. Schon oft habe ich gedacht, dass man hier auch sicher gut biken könnte und so hatte ich diesmal mein Mountain-Bike dabei. Mit Trailempfehlungen von Roxybike Mallorca auf meinem Radcomputer fand ich direkt die Topspots in Mallorcas Südwesten und war echt begeistert.

Das Training war zwar fordernd und umfangreich, doch mit dem Ziel „Weltcup 2017“ vor Augen fielen die Anstrengungen leichter. Nichts desto trotz freue ich mich nun auf einige ruhige Tage der Regeneration, bevor es an den Feinschliff für meinen Saisonstart am 12. März in Mailand geht. Ich freu mich, endlich wieder einer Nummer an meinen Lenker heften zu können!

Saisonvorbereitung läuft!

Die Vorbereitung auf die kommende Saison 2017 läuft gut und ich freue mich beim traditionellen Wintercup des RC Bocholt an den vergangenen Wochenenden mal wieder eine Startnummer am Lenker gehabt zu haben.
Umso schöner ist, dass ich nach einem technischen Problem im ersten Rennen, das zweite (Trainings-)Rennen im Sprint vor Ben Zwiehoff für mich entscheiden konnte.

Christmasride 2016

Nach einem erfolgreichen Christmasride im letzten Jahr habe ich auch diesen Heilig Abend zur traditionellen Weihnachtsausfahrt geladen. Für über 50 Radsportler aus Haltern und der Umgebung ging es vom Halterner Marktplatz aus auf eine gut 100km lange Runde durch das Münsterland. Im Fokus stand diesmal nicht das Training, sonder vielmehr ging es darum gemeinsam Spass zu haben. Und so war auch für eine Stärkung in Form von Kakao und Kuchen auf dem Freibergerhof bei Nottuln gesorgt. Passend zu Weihnachten, sollten die gesammelten Spenden hierfür auch in diesem Jahr wieder dem wohltätigen Projekt „Fahrräder für Afrika“ gespendet werden. Hierbei bekommen Kindern und Jugendlichen Nutzfahrräder, um ihren oft langen Weg zur Schule oder zur nächsten Wasserstelle besser bewältigen zu können. Die 330€ gesammelten Spenden wurden vom Autohausborgmann für jeden gefahrenen Kilometer erhöht, sodass 430€ in der Sammelbüchse gelandet sind. Hat mich riesig gefreut, dass wir eine große Gruppe waren und noch etwa für einen guten Zweck tun konnten.

Saisonrückblick

Nach drei Wochen Pause und einem erholsamen Urlaub auf Rhodos ist es an der Zeit nochmals einen Blick zurück auf die letzte Saison zu werfen, bevor es schon bald mit der Vorbereitung auf die neue Saison 2017 losgeht.

Unterm Strich würde ich meine Saison als erfolgreich beschrieben. Nach einem wirklich durchwachsenen und schwierigem Jahr 2015 konnte ich in der vergangenen Saison wieder einen großen Schritt nach vorne machen und meine Leistung abrufen und regelmäßig in gute Ergebnisse ummünzen. Auch wenn es sicherlich auch „Flops“ gab und das ein oder andere Mal das Defektpech zugeschlagen hat, überwiegen die positiven Erlebnisse ganz klar.
Als Profi-Rennfahrer zählen hier natürlich besonders die Ergebnisse und aus dieser Sicht betrachtet sticht der erneute Gewinn des Deutschen Meistertitels sicherlich hervor. Für mich war aber gerade auch der 25. Rang beim Weltcup in der Lenzerheide ein Erfolg, ein Resultat, welches ich für die nächsten Jahre gerne konstanter im Weltcup erreichen und verbessern möchte.

Aber auch losgelöst von Ergebnislisten war 2016 ein super Jahr für mich mit viel Spass auf dem Rad. So war sicherlich unser kleiner „Roadtrip“ durch die USA mit Besuchen verschiedener Trailparks eine richtig coole Erfahrung. Auch das ist etwas, was ich für die nächste Saison mitnehme: Phasen des harten, und manchmal wenig „lustigem“, Training dürfen sich mit Phasen, in denen der Spass auf dem Rad im Vordergrund steht abwechseln.

Auch wenn es überall zu lesen ist, es stimmt einfach: eine solche Saison wäre ohne Unterstützung nicht möglich gewesen und daher möchte ich mich abschließend bei allen bedanken die mich ain der Vergangenheit unterstützt haben. Ganz besonders hervorheben möchte ich hierbei meine Familie und Freundin, meinen Trainer Robert Pawlowsky, das gesamte Focus XC Team, die Nationalmannschaft des BDR und auch meine Trainingskollegen wie Christoph Prokop, der mich Mittwochs regelmäßig durch die Heimat gescheucht hat. DANKE!

Nun geht es in der nächsten Woche für mich langsam mit etwas mehr Sport los und dann schraube ich mein Training langsam wieder auf 100%. Ich bin heiß drauf! Bring on 2017!

 

NRW Cup Finale Remscheid

Zum Abschluss habe ich mir doch noch ein letztes mal für die Saison 2016 eine Startnummer an den Lenker geheftet und bin das Finale des NRW Cups in Remscheid gefahren. Eine Rennserie, in der ich aufgewachsen bin und somit freute ich mich auf viele bekannte Gesichter und einen schönen Sonntag bei super Herbstwetter.
Das Rennen verlief mit einem Sieg vor Gerrit Rosenkranz und Tobias Roetermund auch nochmal richtig gut.

Anschließend ging es mit einigen Trainingskumpels zum Saison-Closing etwa 100km mit dem Rad nach Hause. Ein richtig, richtig cooler Sonntag zum Ende einer schönen und erfolgreichen Saison für mich. Danke an alle, die daran beteiligt waren!
Ich bin jetzt erstmal einige Wochen raus und freue mich schon meine „Radfahrerbräune“ unter der Sonne Rhodos` abzuschwächen. Ganz verschwinden wird sie wohl so schnell nicht…

Bundesligafinale Titisee

Zum Bundesligafinale im schwarzwäldischem Titisee zeigte sich der Deutsche Spätsommer von seiner herbstlichen Seite und sorgte mit kühlen Temperaturen und Regen dafür, dass den dem hochkarätigen Fahrerfeld nach einer langen Saison noch einmal alles, besonders an Motivation abverlangt wurde.

Ich startete ordentlich in das Rennen doch ein richtiger Rennfloh kam nicht auf. Zwar hatte ich ab der zweiten von sieben Runden einen guten Rhythmus und die doch zahlreichen Zuschauer waren super, doch war es das ganze Rennen übern eine Motivationsherausforderung. Als ich mich in der letzten Runde etwas überrascht auf dem fünften Platz wiederfand, hat es plötzlich doch noch Spass gemacht, die letzten Anstiege der Saison zu absolvieren.
Gewonnen hat Lokalmatador und Mitveranstalter Simon Stiebjan, der somit für einen Bilderbuchabschluss einer tollen Organisation sogar. Die Ränge zwei und drei gingen an Teamkollege Florian Vogel und den Franzosen Antoine Bouquet. Vor mir kam noch Vizeeuropameister Fabian Giger ins Ziel.

In der Bundesligagesamtwertung reichte es für mich noch für den vierten Platz und somit konnte ich trotz des zähen Rennens einen gelungenen Saisonausklang für mich feiern. Da wir nun noch für drei Tage mit dem Focus XC Dem in Freiburg zum Techniktraining weilen, verschiebt sich der Beginn meiner radfreien Zeit noch bis nächste Woche. Also vielleicht überlege ich es mir ja doch noch anderes und fahre am Wochenende nochmal ein finales Saisonrennen…

 

Autumn Ride Obertraun

Auch in der österreichischen Dachsteinregion zeigte sich der Spätsommer von seiner schönsten Seite. Zwar gab es zum Ende einer langen Saison nicht mehr die riesigen Startfelder, doch dafür fanden einige sehr schnelle Fahrer den Weg zum C1 Rennen in der Bikesportarena in Obertraun.
Die 4,2 km lange Strecke wurde über die letzten Jahre mit dem Ziel einen Weltcup auszurichten neu gebaut und auch der Veranstalter scheute keine Mühen.

Ich startete gut und wollte mir mein Rennen dann gut einteilen, da die oft steilen Anstiege schnell zum überziehen verleiten würden. So schob ich mich vom achten Rang in der zweiten Runde stetig nach vorne und hatte die Verfolgergruppe hinter dem Führungsduo bereits in Reichweite, als mich ein technischer Defekt an der Kette ereilte. Ich konnte meine Fahrt zwar recht bald fortsetzen, doch verlor ich wieder zwei Plätze und so reichte meine Motivation ’nur noch‘ um diesen zu verteidigen.

Mein Teamkollege Florian Vogel konnte sich in der letzten Runde den Sieg vor Gerhard Kerschbaumer und Martin Loo sichern.

Vier Runden lief es für mich super nach Plan, nur der Defekt stand so nicht im ‚Drehbuch‘ und so bin ich trotz der sich stark dem Ende zuneigenden Saison nochmals super motiviert für das Bundesligafinale am kommenden Wochenende in Titisee.

Weltcup Finale Vallnord

Im Pyrenäenstaat Andorra fand die finale Runde des UCI MTB Worldcups statt. Die Höhenlage von über 1900m üNN sorgte für spezielle Verhältnisse und so war es meine Taktik als „Flachländer“ nicht zu überziehen, denn das würde auf der 4,2 km langen Runde im Skigebiet von Vallnord nicht verziehen.

Mir gelang ein guter Start und unter den besten 30 kam ich aus der erst Runde, doch komischerweise konnte ich diesmal meinen Rhythmus nicht erhöhen und nicht einmal wirklich halten… So begann bereits ab der zweiten von sieben Runden ein rechts Leiden, was sich aber zu Rennende noch etwas auszahlen sollte. So konnte ich nochmal einige Fahrer überholen und den Weltcup auf den 35. Rang beenden. Meine Zielsetzung war zwar eine andere und auch über meine Beine an diesem Tag kann ich nicht wirklich glücklich sein, doch hätte ich im Ziel keinen Meter schneller fahren können und somit sollte ich auch zufrieden mit der Platzierung und vor allem meiner Leistung sein.

Gewonnen hat das Rennen und den Gesamtweltcup der Franzose Julien Absalon vor Ondrej Cink und Pablo Rodriguez.

Am kommenden Wochenende geht es für mich noch zum Autumn Ride ins österreichische Obertraun.

Bundesliga Ortenberg

Hitze und Staub und dazu noch eine erneut recht lange Renndistanz sorgten beim Bundesligarennen im hessischen Ortenberg für fordernde Bedingungen.

Ich kam gut ins Rennen und zusammen mit Christian Pfäffle brachten wir einige Sekunden Vorsprung mit zurück aus der ersten 3,5km langen Runde. Da zehn Runden zu absolvieren waren, war meine Taktik darauf ausgerichtet, nun zunächst ehr abwarten zu agieren, doch Christian sagte „Lass uns durchziehen“. Jedoch klappte die Tempoarbeit in den nächsten Runden nur bedingt und der Abstand zu den Verfolgern Ben Zwiehoff und dem Belgier Kevin Panhuyzen wurde nicht signifikant größer. Im Nachhinein investierte ich vielleicht in diesen ersten fünf Runden etwas zu viel, dennoch war ich „auf der Höhe“ als die Verfolger aufschlossen und konnte als einziger zwei Attacken von Ben mitgehen. Erst in der vorletzten Runde entstand ein kleines Loch. Mit wenigen Sekunden Abstand ging es in die letzte Runde, in der Ben jedoch keine Schwäche zeigte und dem Sieg entgegenfuhr. Ich konnte mich so über Rang zwei und einen coolen und abwechslungsreichen Rennverlauf freuen. Ja, auch wenn es super heiß war und mir am Ende die Kräfte etwas schwanden, hat es trotzdem super viel Spass gemacht. Rang drei ging an Belgien.

Nun steht am nächsten Wochenende das Weltcupfinale in Andorra im Kalendar.

ProXCT Windham

Der nächste Stop unseres Amerika Trips war das HC Rennen in Windham in den Catskill Mountains. Doch bevor es wieder um Sekunden und Siege ging, verbräche ich mit einige Teamkollegen ein paar super Tage auf verschiedenen Toptrails der USA.

Das HC Rennen in Windham begann für mich gut, doch gerade nachdem wir aus der Startrunde in den langen Anstieg einbogen, ging mein Tritt ins leere. Kettenriss. Am untersten Punkt der Strecke war mir schnell klar, dass gerade bei der extremen Wärme laufen keine Option war und ich versuchen wollte die Mette eigenhändig zu reparieren. So fuhr das gesagte Feld an mir vorbei doch Glück im Pech: ich fand mein geöffnetes Kettenschloss auf der Strecke und konnte es nach einigen Anläufen wieder zusammensetzen. Grade als ich meine Fahrt fortsetzte, sah ich das 5 Minuten hinter uns gestartete U23 heranrauschen. Ich versuchte mir das Hinterrad des Führenden zu suchen und hoffte so zurück ins Rennen geführt zu werden, denn ich selbst war recht demoralisiert. Doch nach einigen guten Runden kam die Moral nochmal richtig zurück und auch wenn ich bis zur Ziellinie nie wusste auf welchen Plätzen ich mich bewege gab ich alles und konnte nochmal richtig richtig schnelle Runden fahren. So konnte ich mich schlussendlich noch über Platz 7 ‚freuen, nur wenige Sekunden hinter dem erweiterten Podium.
Es wäre sicher einiges mehr drin gewesen, daher gibt es auch ein weinendes Auge, dich auf dem anderen Auge kann ich mich über eine gute (Willens-) Leistung freuen.

Insgesamt hatten wir einen richtig coolen Überseetrip, der von meinem ersten HC-Rennsieg in Boston und die atemberaubenden Trails gekrönt wurde. Das nächste Rennen wird für mich das Bundesligarennen in Ortenberg in zwei Wochen sein.