Weltcup Lenzerheide

Nur eine Woche nach dem dem dritten Weltcup in Andorra ging es vergangenen Sonntag bereits mit dem vierten Lauf in der Schweizer Lenzerheide weiter.
Ich habe meinen Fokus in den wenigen Tagen zwischen zwei solch großen und fordernden Rennen auf die Erholung gelegt. Außerdem durfte ich auch in diesem Jahr bei meinem Teamkollegen Flo am Zürichsee wohnen. Der Plan dahinter war, nicht so viel Zeit auf der Höhe zu verbringen und so einige Körner für das Rennen zu sparen.

Ein kräftiger Regenguss 30 Minuten vor dem Start setzte zwar der ohnehin schon technischen Strecke zu, doch ich war bereits auf das Rennen fokussiert und wusste um unsere gute Vorbereitung.

Nach mäßigem Start mit viel Gedrängel in der ersten Abfahrt fand ich meinen Rhythmus. Meine Strategie gleichmäßig möglichst nach vorne zu fahren wurde in der dritten Runde von einem Platten unterbrochen. Ein kleines Malheur in der letzten Runde kostete nochmal ein paar Plätze, sodass ich auf Rang 47. in Ziel fuhr.
Ich hatte mir schon mehr erhofft, doch hat nicht alles ganz zusammen gepasst. Weiter geht’s.

Gewonnen hat sein Heimrennen der Schweizer Nino Schurter vor einem wieder erstarkten Jaroslav Kulhavy und dem Überraschungsdritten Anton Sinsov aus Russland.

Weltcup Andorra

Im Pyrenäenstaat Andorra fand die dritte Runde des UCI MTB Worldcups statt. Die Höhenlage von über 1900m üNN sorgte für spezielle Verhältnisse und so war es meine Taktik als „Flachländer“ erst spät in das Skigebiet von Vallnord zu reisen, damit der Körper erst gar nicht mit den energieraubenden Anpassungsprozessen an die Höhenlage beginnt.
Ich wollte gerne an meine Leistung aus Albstadt anschließen, doch bereits vor dem Start vermisste ich etwas die Frische. Vielleicht haben die Studiumsprüfungen unter der letzten Woche doch mehr Energie gezogen als gedacht oder erhofft.
Das machte sich besonders in einem schlechten Start bemerkbar, mir fehlte einfach der eine Tritt und so verlor ich bereits in der ersten Runde zu viel Zeit.
Danach konnte ich mein Ziel, auf der Höhenlage nicht zu überzocken und meinen Rhytmus zu fahren gut durchziehen. Platz 47 entsprach zwar nicht meiner Zielsetzung, doch musste ich den schlechten Renneinstieg akzeptieren und kompensieren…
Dafür hoffe ich dann in einer Woche beim nächsten Weltcup in Lenzerheide vom Start weg voll da zu sein.

Mit starken Leistungen von meinen Teamkollegen Flo Vogel und Marcel Guerrini können wir uns etwas überraschend den Sieg in der Teamwertung holen, hammer!


 

Bundesliga Wombach

Am Sonntag hieß es „Back to racing“ und „Back to Wombach“, wo ich mir vor einem Jahr meinen zweiten Deutschen Meistertitel sichern konnte. Dementsprechend reiste ich mit guten Erinnerungen aber auch etwas gespannt in den Spessart, denn nach dem Weltcup in Albstadt hatte ich mein Focus Bike eine Woche in den Keller gestellt und danach mit dem Wiederaufbau begonnen. 
Zwar hatte ich mit Hinblick auf das Bundesligarennen die Intensität im Training auch wieder erhöht, was meine Beine in den ersten Runden aber wohl nicht mehr in Erinnerung hatten. So gelang es mir in der ersten Runde nicht den Anschluss an die vierköpfige Spitzengruppe zu halten und fokussierte mich auf so meinen Rhythmus, in der Hoffnung bei heißen Temperaturen hintenraus noch Positionen gutzumachen. Mit konstantem Tempo schob ich mich besonders in der zweiten Rennhälfte nach vorne, in der letzten Runde lag Platz drei sogar noch in Sichtweite, schlussendlich wurde es für mich jedoch der fünfte Rang.
Zwar wäre ich gerne vorne mitgefahren, das haben die Beine aber noch nicht mitmachen wollen und daher bin ich nicht unzufrieden. 

Gewonnen hat das Rennen in einem knappen Finish Simon Stiebjahn vor Ben Zwiehoff und Lukas Baum.

Nun geht es für mich in dieser Woche noch an drei Klausuren, doch der Blick ist (wie auch das Training) bereits auf den nächsten Weltcup in Andorra in zwei Wochen gerichtet. 

Worldcup Albstadt

Tausende Zuschauer, strahlender Sonnenschein und spannende Rennen sorgten dafür, dass der zweite Weltcup der Saison in Albstadt zu einem Mountainbike Spektakel wurde.
Die 3,7km lange Strecke im Bullentäle wurde nochmals um einige Highlights erweitert, nur die Anstiege und Abfahrten blieben wie in den letzten Jahren: steil und hart.

Ich war nach dem letzten Wochenende ziemlich motiviert, beim Heimweltcup ein weitaus besseres Rennen zu fahren.
Zunächst erwischte ich zwar einen ehr schlechten Start. Doch dann konnte ich angetrieben von den frenetischen Fans im
Bullentäle Position um Position gut machen. Immer lauter werdende Zurufe haben mich Runde für Runde enorme motiviert, sodass ich mich schlussendlich als 14. riesig über mein bestes Weltcupresultat freuen konnte.

Gewonnen hat den Weltcup der Schweizer Nino Schurter vor Cyclocrossstar van der Pool und dem Neuseeländer Antoon Cooper.

 

Weltcup Nove Mesto

Tops und Flops in Nove Mesto passt als Überschrift für den Weltcupauftakt am Wochenende in Nove Mesto wohl ganz gut.
Am Freitag Abend konnte ich beim Shortrace meinen ersten internationalen Saisonsieg einfahren. Zwar zählt das Format (noch) nicht zum Weltcup, dennoch habe ich mich sehr über den Erfolg gefreut.
Somit eigentliche Rückenwind für den Weltcupauftakt am Sonntag.
Ich war recht diesmal recht angespannt und ein Sturz am Start direkt vor mir forcierten meine Anspannung. Schließlich wusste ich über meine Form und Verfassung und hatte ehrlich gesagt schon auch mit einem guten Ergebnis geliebäugelt. Das sah ich so gleich davon ziehen. Ich fand nicht die passende Einstellung zur neuen Rennsituation und stieg nach einem Platten in Runde 2 aus.
Ich hoffe, dass sich mein derzeitiger Frust und Unmut über mich selbst in der nächsten Woche in Albstadt in extra Motivation umwandelt. Und vom Flop wieder zum Top.

Bundesliga Gedern

Einsetzender Regen eine Stunde vor dem Start des Bundesligarennens im hessischen Gedern versetze die kurvenreiche Strecke in der Ortenau in eine Rutschbahn und so entwickelte sich ein teils spezielles Rennen.
Ich kam ab der zweiten Runde gut zurecht und lag zusammen mit dem späteren Sieger Milan Vader aus den Niederlanden und Ben Zwiehoff in Führung. Zwar rutschten alle Fahrer mal rum, doch in der fünften von sieben Runden verlor ich komischer Weise komplett den Faden und meinen Rhythmus, musste das Führungsduo ziehen lassen und durch zwei, drei Fahrfehler mit Bodenkontakt hatte ich auch den Vorsprung auf die folgenden Platze viel zu schnell verspielt. Jedoch fand ich in der folgenden Runde wieder annähernd zurück in die Spur und durch zwei Plattfüße vor mir liegender Fahrer konnte ich bis kurz vorm letzten Anstieg noch auf Rang drei fahren, bevor ich mich `entschloss` ein weiteres Mal in einen Busch zu rutschen. Danach wollte ich den letzten Berg zum Ziel einfach nur noch schaffen (buchstäblich, die Reifen sind teilweise ganz schön durchgedreht…) und kam letztendlich auf Rang fünf ins Ziel. Simon Stiebjan war einer der Fahrer, die mich am letzten Berg noch überholten und nur wenig später Ben Zwiehoff im Sprint noch auf Platz drei verdrängen.

Nun geht es zum ersten Highlight, dem Weltcupauftakt in Nove Mesto. Dort werde ich bereits am Freitag Abend beim neuen Shortrace am Start stehen. Zwar zählt dieses noch nicht zum Weltcup, aber vielleicht ja in Zukunft…

Bike the Rock Heubach

Auch in diesem Jahr lockte das renommiere Bike the Rock Festival wieder Weltklasseathleten aus ganz Europa auf die schwäbische Ostalb. Auf der 4km langen Strecke galt es pro Runde 220hm hinauf zum Heubacher Rosenstein zu absolvieren.
Doch schon bevor es zum ersten Mal nach dem Start in den langen Anstieg ging, erlebte ich einen herben Dämpfer: In der zweiten Kurve fuhr ein Konkurrent eine Welle und beförderte mich so zu Boden. Als letzter machte ich mich somit auf die sechs Runden. Ich wollte einfach meinen Rhythmus durchziehen, wie ich es mir auch ohne dieses Unglück vorgenommen hatte. Wie gut das funktionierte, hat mich jedoch selber überrascht: Runde für Runde fuhr ich weiter nach vorne und hätte irgendwann die Gruppe um Platz fünf erreicht und sah sogar Rekordweltcupsieger Julien Absalon vor mir. Im Kampf um die Platz fuhr ich in der letzten Runde noch einen Platten und erreichte somit das Ziel als neunter. Happy und auch etwas stolz einerseits, etwas unglücklich über die Startphase andererseits. Vor dem Rennen hätte ich Platz 9 sofort unterschrieben…. 
 
Gewonnen hat der Schweizer Matthias Flückinger vor Jordan Sarrou und Focus XC Teamkollege Florian Vogel.
 

Profixx Swiss Bike Cup Haiming

Die nächste Rennstation auf dem Weg zum ersten Weltcup in weniger als einem Monat war der Profixx Swiss Bike Cup im österreichischen Haiming. Neben Bikelegende Julian Absalon fanden viele weitere Topathleten den Weg ins Inntal, um um die Punkte des mit dem HC-Status dotierten Rennens zu fahren. 
Mir gelang ein super Start und ich war direkt in einem super Rhythmus mit gutem Vorwärtsdrang. Ich fuhr mich in die TopTen und hatte zweitweise sogar die Podiumsplatzierungen in Sichtweite, doch auf der wurzeligen und sehr fordernden Strecke wollte ich mit meinen Kräften haushalten und blieb bei meinem Rhythmus und brachte so sehr zufrieden den sechsten Rang ins Ziel.
Hinter Sieger Julian Absalon holte sich Teamkollege Florian Vogel den zweiten Rang, vor dem Russen Anton Sintsov.

Sunshine Race Nals

Nach einer guten Woche mit dem gesamten Focus XC Team im Vinschgau ging es am Sonntag etwas weiter unten im Etschtal wieder auf die Rennstrecke. Könnte ich die Apfelblüte in Naturns während unserer Trainingsfahrten noch genießen, hätte ich am Sonntag keine Augen dafür, sondern war stattdessen mehr mit mir selbst beschäftigt:
Direkt am Start wurde ich abgedrängt und sprintete danach wieder nach vorne. Vielleicht war es dieser Effort oder es waren einfach so müde Beine, jedenfalls liefen die ersten zwei Runden recht zäh und nicht wie vorgestellt.
Ich nahm meinen Kopf zwischen die Arme und fuhr einfach was die Beine hergaben und konnte so noch einige Fahrer einsammeln. Die TopTen nochmal in Sichtweite handelte ich mir jedoch noch einen Platten ein und kam so nicht über Platz 13. hinaus. Nicht ganz die Platzierung und die Beine diesen Sonntag, die ich mir vorgestellt hatte, aber auch das gehört dazu. Eine gute Pizza nach dem Rennen sorgte dann gleich wieder für Freude und Stärkung.

Gewonnen hat Marco Fonana vor Teamkollege Stephan Tempier. Auf Rang drei konnte Flo Vogel die Farben unseres Teams vertreten.

Trofeo Delcar Montichiari

Am Sonntag ging es mit dem dritten auf der Internazionali d Italia in Montichiari für mich und das Focus XC Team weiter. Mir gefallen die Rennen in Italien zum Saisonbeginn, warme Temperaturen, tolle Strecken, großartiges Publikum und nicht zu letzt die „Dolce Vita“ sorgen für gute Stimmung.
Diese Ansicht teilten scheinbar eine Vielzahl von Fahrer und Team und so stand ein richtig stark besetztes Feld an der Startlinie und machte sich auf die sechs Runden lange jagt durch den Schlosspark.
Ich erwischte einen ordentlichen Start, hatte dann jedoch zur Rennmitte eine zähe Phase: Bei extremem Wind versuchte ich den Anschluss ein eine größere Gruppe vor mir herzustellen, war jedoch mit der Nachführarbeit etwas auf mich allein gestellt. Etwas genervt davon nahm auch ich irgendwann mal meine Beine hoch, sodass der Zug nach vorne abgefahren war, ich mich aber immerhin in meiner Gruppe durchsetzen konnte und auf Platz 22. ins Ziel kam.
Zwar lief das Rennen somit nicht optimal, doch ich bin nicht unzufrieden, weiß um meine Verfassung und kann mich somit schon jetzt auf eine neue Chance am nächsten Wochenende beim vierten Lauf der Serie in Nals freuen.

Gewonnen hat der Schweizer Lars Forster vor Maxime Marotte und Marco Aurelio Fontana.

Bevor jedoch das Rennen in Nals in den Fokus rückt, steht noch eine gemeinsame Woche mit dem Focus XC Team in Naturns auf dem Programm. Das Vinschgau mit seinen super Trails, gutem Essen und eben der gesamten „dolce vita“ lassen auf ein paar coole Tage hoffen… Mehr dazu in meinem nächsten Blog!