Bundesliga Titisee

Normalerweise ist das Gelände rund um die Hochfirstschanze in Titisee im Süden Deutschlands fest in der Hand von Skispringern. Doch am Wochenende ging es im Schmiedsbachtal auf einer technisch anspruchsvollen 4,1 km langen Runde mit einigen wurzeligen Singeltrails nicht um den weitesten Sprung, sondern um Punkte für die internationale MTB Bundesliga.
Ein hochkarätiges Feld ging bei warmen Sommerwetter auf die acht Runden.
Nach einem guten Start lässt sich mein Rennen kurz in zwei Teilen beschreiben: vier Runden ging gar nicht viel, ehe ich in der zweiten Rennhälfte irgendwie den Schalter umlegen konnte und mit einigen guten Runden auf den neunten Rang fuhr. Damit bin ich schon recht enttäuscht und frage mich, wieso ich erneut so schlecht ins Rennen gekommen bin.

Gewonnen hat mein Schweizer Teamkollege Florian Vogel vor seinem Landsmann Nicola Rohrbach und Lokalmatador Simon Stiebjahn, der zusammen mit seinem Organisationsteam eine tolle Strecke und eine schöne Veranstaltung mit guter Zuschauerkulisse kreierte.

Weltcup #3 Lenzerheide

Zwar war die Hitze, die in weiten Teilen Mitteleuropas herrscht, am vergangenen Wodhenende beim dritten Lauf des UCI MTB Worldcups in der Schweizer Lenzerheide etwas geringer, dafür sorgte die Höhenlage von 1500m üNN für eine zusätzliche Berausforderung.
Auch die 4,1 km lange Strecke forderte die Fahrer extrem. Zwar gab es nur einen längeren Anstieg, doch der Rest der Strecke war ein ständiges Auf und Ab, mit unzähligen Wurzeln, Steinen und Richtungswechsel. Eine echte Mountianbikestrecke, auf der man jedoch grausam leidet, wenn einem der Druck fehlt.
Genau der fehlte mir im Rennen ab der zweiten Runde und zusammen mit den beschriebenen extremen Bedingungen hatte ich kurz gesagt einen ganz gebrauchten Tag, dem ein Sturz in der dritten Runde noch das „i-Tüpfchen“ aufsetzte und was mich dann zur Rennaufgabe bewegte.
Gewonnen hat der Tscheche Kuhlavy vor Schurter und Cink.

Für mich heißt es nun das Rennen schnell abzuhacken und mich auf das Bundesligarennen am nächsten Wodhenende in Tittisee-Neustadt zu freuen.

Deutsche Meisterschaft Saalhausen

Nach dem überraschenden Titelgewinn im letzten Jahr ging es für mich als Titelverteidiger zu den Deutschen Meisterschaften ins sauerländische Saalhausen. Jedoch hatte ich wirklich zähes Frühjahr und so stand für mich nicht der Versuch der Titelverteidigern im Vordergrund, vielmehr wollte ich endlich einmal meine Leistung abrufen.

Steile Anstiege, einsetzender Regen und teils matschiger Boden machen die Strecke physisch anspruchsvoll und in den rutschigen Downhills war Gefühl am Bremshebel gefragt.
Nach gutem Start ins Rennen hatte ich in den ersten zwei Runden etwas Probleme mit dem hohen Tempo und fand mich auf den Rängen sechs bis sieben wieder. Doch dann fand ich einen super Rhythmus und arbeitete mich kontinuierlich nach vorn. Nach drei Runden lag ich auf dem dritten Rang und mein Vorwärtsdrang verringerte den Abstand zum Führenden Fumic kontinuierlich. Von 45 Sek nach der zweiten Runde kam ich bis auf etwa 20 Sek im letzten Renndrittel heran. Ich versuchte noch einmal etwas zuzulegen, doch die Lücke konnte ich nicht mehr schließen. So gewann Fumic nach sieben Runden souverän seinen dritten Titel, auf Rang drei kam Ex-Europameister Moritz Milatz ins Ziel.

Das Trikot habe ich zwar abgegeben, aber ich bin wirklich sehr, sehr happy über den Vize Titel und das es wieder einmal so gut gelaufen ist.

Heimrennen am Halterner Dachsberg

Am Sonntag gingen bereits zum neunten Mal Sportler aus ganz Deutschland und den benachbarten BeNeLux-Ländern beim Halterner MTB-Rennen am Dachsberg an den Start. Mein Heimrennen gehörte auch dieses Jahr zum Deutschlandcup und so war ich trotz einer Woche „Urlaub“ nach dem Weltcuplauf in Albstadt und einer intensiven Trainingswoche super motiviert und voller Vorfreude.
Ich wusste, dass gerade Ben Zwiehoff super drauf ist und ihm die zwei zwar kurzen aber dafür steilen Anstiege auf der 4km lange Strecke liegen dürften. Bereits in der ersten Runde setzten wir beiden uns vom Feld ab und vergrößerten unseren Vorsprung. Meine Taktik war es eigentlich, dass Rennen durch ein hohes Tempo auch in den Ebenen schwer zu machen. Doch Ben erkannte gleich in der ersten Runde seine Vorteile am steilen 22% Berg und tat mir dort Runde für Runde ziemlich weh. So konnte ich mein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen, sondern musste in der ersten Rennhälfte über die Kuppen zunächst immer wieder ein kleines Loch schließen. In der fünften von acht Runden musste ich Ben dann bei einem Antritt ziehen lassen. Der Abstand pendelte zwischen 20 und 30 Sekunden und ich versuchte den Druck aufrecht zu erhalten, doch Ben hatte nicht überzogen und fuhr das Rennen sicher nach Hause. Klar hätte ich bei meinem Heimrennen gerne gewonnen, aber Ben hatte ein den Bergen einfach den Tritt mehr und ich habe alles gegeben und bin somit nicht unzufrieden mit meinem Wiedereinstieg.
Dritter würde Sebastian Mordmüller.

Gleichzeitig wurde im Rahmen der Veranstaltung auch die Deutschen Hochschulmeisterschaften ausgerichte, wo ich mir folglich auch den Vizetitel sichern konnte. Am Samstag konnte ich mir dafür beim Eliminator Sprint der DHM den Titel sichern.

In der nächsten Woche geht es dann mit der Deutschen Meisterschaft in Saalhausen weiter.

Worldcup #2 Albstadt

Die zweite Station des UCI Mountainbike Worldcups lockte am vergangenem Wochenende die gesamte Weltelite auf die schwäbische Alb nach Albstadt. Zudem fanden an die 15.000 Zuschauer ihren Weg an die 4 km lange Strecke im Bullentäle, die sich vor allem durch ihre steilen Anstiege einen Ruf gemacht hat.

Am Sonntag sorgte Sonnenschein für eine sehr schnelle Strecke und für eine tolle Atmosphäre an der Strecke. Ich hatte einen mäßigen Start im über 150 Fahrer straken Fahrerfeld und verlor zunächst einige Plätze. Ab der zweiten Runde begann ich jedoch Plätze gut zu machen. Leider warfen mich ein Kettenklemmer und später noch ein Sturz nach Kollision mit einem anderen Fahrer zweimal zurück, sodass ich einige Fahrer im Rennen gleich mehrmals überholte. Ich blieb dran und am Ende kam ich auf dem 49. Rang ins Ziel. Sicherlich nicht das, was ich mir vor Saisonstart vorgestellt habe, jedoch nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte ein Schritt voran.

Gewonnen hat der Weltmeister Absalon vor Schurter und dem Olympiasieger Kulhavy.

Ich mache nun einen kleinen Schnitt, versuche die erste Saisonhälfte abzuhaken und nach einer ruhigen Woche mit viel Motivation in die Vorbereitung für die zweite Saisonhälfte zu starten.

Weltcupauftakt Nove Mesto

Am vergangenen Wochenende startete auch der UCI MTB Worldcup im tschechischen Nove Mesto in die neue Saison.
Am Sonntag fanden 20.000 enthusiastische Zuschauer den Weg an die 4,5km lange Rennstrecke rund um das Biathlonstadion. Die Strecke war mit vielen Wurzeln, Steinen und einigen steilen Anstiegen sehr fordernd und bot den frenetischen Fans somit einiges an Action.
Ich war vor dem Rennen nervös, aber sehr optimistisch und voller Vorfreude, denn in den letzten Tagen vor dem Rennen lief nahezu alles super und ich kam auf der Strecke gut zurecht. So erwischte ich einen ordentlichen Start im über 150 Fahrer starken Feld, doch noch auf der Startrunde stürzten zwei Fahrer vor mir und ich verlor viele Plätze. Ich versuche aufzuholen, hatte aber einfach nicht den Speed dazu und kam einfach nicht in den „Betriebsmodus“. So wurde es ein enttäuschendes Rennen, welches weit hinten im Feld endete.

Gewonnen hat das Rennen vor seinem Heimpublikum Olympiasieger Kulhavy vor Schurter und Weltmeister Absalon.
Schon am nächsten Wochenende geht es mit dem Heimweltcup im deutschen Albstadt weiter. Auch wenn es sicherlich besser laufen könnte, jetzt freue ich mich einfach schon richtig darauf.

SRAM Liga Kolding

Am vergangenen Sonntag bestritt ich erstmals ein Rennen der SRAM MTB Liga in Dänemark. Der 5,8 km lange Kurs des C1 Rennens in der Hafenstadt Kolding etwa 90km nördlich der Bundesgrenze verlief über viele Singletrails und war ein ständiges Auf und Ab.
Ich erwischte einen guten Start ins Rennen, merkte jedoch auch schnell, dass ich keinen perfekten Tag hatte und mir etwas der letzte Punch in den ganz steilen Anstiegen fehlte. Dazu noch ein kleiner Rutscher in der ersten Runde. Ich blieb dran und am Ende der zweiten Runde kam ich besser ins Rennen. Mit einer super Schlussrunde wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen, doch die haben meine Beine nicht mehr her und so fuhr nach fünf Runden auf dem siebten Platz ins Ziel. Ehrlich gesagt hatte ich vielleicht auf eine etwas bessere Platzierung gehofft, doch nach einem wirklich zähen Frühjahr und überstandenem Infekt bin ich happy nun mein erstes solides Rennen und die ersten Weltranglistenpunkte eingefahren zu haben. Von 0 auf 100% geht es eben meist nicht gleich, aber ich glaube fest daran, dass es nun wieder richtig rund laufen wird.

Gewonnen hat das Rennen der Schweizer Matthias Stirnemann.

Fotos by Jeff Ravn.

Bike the Rock Heubach

Der zweite Lauf der internationalen MTB-Bundesliga fand am Wochenende in Heubach an der schwäbischen Ostalb statt. Berüchtigt ist die 4,5 km lange Strecke unter dem Rosenstein für ihren harten und sehr langen Anstieg, die die Fahrer pro Runde gut 250hm absolvieren lässt. Da das Traditionsrennen auch in diesem Jahr mit der HC Kategorie ausgeschrieben war, stand ein sehr gut besetztes Feld um Olympiasieger, Weltmeister und Weltcupgesamtsieger am Start. Der Regen hatte die Strecke zwar sehr rutschig gemacht, dennoch war diese gut zu befahren.
Nachdem mich in dieser Woche noch ein Infekt flachgelegt hat, hoffte ich in Heubach dennoch auf ein gutes Rennen. Doch leider wollte meiner Körper nicht so arbeiten wie mein Kopf und ich kam nie richtig in den Rennrhythmus. Nach 6 Runden wurde ich auf Platz 37. gewertet. Nun hoffe ich auf schnelle Erholung und dann auf gute Beine beim SRAM Liga Rennen am kommenden Sonntag im dänischen Kolding.
Gewonnen hat das Rennen Florian Vogel vor Matthias Flückinger und Moritz Milatz.

Ötztal Bikefestival Haiming

Am Fuße des schönen Ötztals in Tirol (Österreich) fand am Wochenende das Haiminger Bikefestival statt. Auch dieses Jahr war das Event mit dem HC-Ehrenstatus gekennzeichnet und so fanden viele Weltklassefahrer den Weg nach Haiming. Nachdem die letzten zwei Wochen für mich wie verflixt waren, wollte ich zu alter Stärke zurück finden beziehungsweise das Pech endlich abschütteln und den Knoten platzen lassen.
Auf der technisch anspruchsvollen, buckeligen aber sehr schönen 4,2km langen Runde im Haiminger Wald gab es kaum Zeit sich zu erholen und es waren nicht nur starke Beine sondern der ganze Körper gefordert. Ich erwischte aus der zweiten Reihe einen guten Start, und konnte am siebter Stelle in den ersten und längsten Anstieg der Runde gehen. Es lief gut, die Beine da. Doch es war letztendlich nicht der Knoten der platzte sondern direkt nach dem Durchfahren der technischen Zone erneut mein Hinterreifen. Ein Schnitt ließ alle Luft entweichen und mir war in diesem Moment wohl die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben. ‚So etwas kann doch gar nicht sein?!’ und ‚So etwas darf dir als Sportler doch nicht schon wieder passieren!’, schoss mir bei aller Unglaubwürdigkeit durch den Kopf. Noch einmal aussteigen wollte ich jedoch nicht und so lief ich die etwa zwei Kilometer bis in die nächste Materialzone und konnte danach noch einen Runde mit viel Wut und Frust im Bauch über die Rennstrecke fahren, ehe ich mit der 80%-Regel aus dem Rennen genommen wurde. Ein wenig muss ich sagen half am Sonntag nur noch Galgenhumor, die platten Reifen sollten zumindest für die nächsten Jahre reichen finde ich…
Gewonnen hat erneut Florian Vogel vor Ondrej Cink und Gerhard Kerschbaumer.

Sunshinerace Nals

Nachdem ich in der letzten Woche in Montichiari zumindest mit meiner Leistung zufrieden war, ging
ich am vergangenen Wochenende voller Vorfreude beim Sunshinerace im italienischen Nals an den
Start. Die 5 km lange Strecke führte über einen langen Anstieg hinauf und über eine schnelle, steinige
Abfahrt mit einigen Zwischenanstiegen zurück in das Etschtal.
Mir gelang im großen und stark besetzen Feld ein ordentlicher Start, doch musste ich in der ersten
von sieben zu fahrenden Runden etwas mit meinen Kräften haushalten. Ich versuchte meinen
Rhythmus zu finden, doch bereits in der zweiten Runde fing ich mir einen Platten am Hinterrad ein.
Irgendwas hatte sich in meinem Rad verfangen und den Reifen beschädigt. Zunächst noch auf der
Felge, dann zu Fuß erreichte ich die technische Zone, war jedoch weit zurück gefallen. Für mich war
das Rennen an dieser Stelle beendet, nach den letzten Wochen war das für meinen Kopf ein
Rückschlag zu viel.
Den Kopf in den Sand stecken möchte ich jedoch nicht, sondern meine nächste Chance bereits
nächste Woche beim Ötztaler Bikefestival in Haiming suchen.
Der Sieg ging erfreulich Weise erneut an Teamkollege Florian Vogel vor Manuel Fumic und Ondrej
Cink.