Seasonprep in full swing

Der grobe Saisonplanung steht (checkt ‚Calendar&Results‘) und die Vorbereitung dazu ist auch bereits seit Anfang November im vollen Gange.

Gerade genieße ich es einmal wieder eine längere Zeit zu Hause zu sein, was jedoch trotz teils nass-kaltem Wetter nicht heißt, dass nicht fleißig trainiert werden kann. Mitte Dezember werden wir ein Teamtreffen im Panoramahotel in Oberjoch haben  Und gegen Ende Dezember und zu Beginn des neuen Jahres werde ich wieder einige Crossrennen in meine Vorbereitung integrieren, bevor es am in ein zweiwöchiges Trainingslager des BDR nach Südafrika geht!

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Saisonfazit

Nun ist der „Ruhemonat“ Oktober bereits verstrichen, der Körper und Kopf vollends von den Strapazen der letzten Saison erholt und die Vorbereitung für die neue Saison hat bereits mit vollem Elan begonnen. Dennoch möchte ich, etwas verspätet, ein Fazit der letzten Saison ziehen und mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die mich dabei in welcher Form auch immer unterstützt haben.

Bis zur letzten Saison konnte ich mich von Jahr zu Jahr steigern und ich war mir auch sicher, dass für die Saison 2016 zu tun. Doch irgendwie konnte ich in der letzten Saison nur selten das abrufen, was ich drauf hatte. Einer dieser wenigen Momente war zum Beispiel der Deutsche Vizemeistertitel. Die Rennen, bei denen des Rückschläge gab, überwogen leider. Bis zum „Tiefpunkt“ und gleichzeitigen Wende beim Weltcup im Mt St Anne. Nach einer Pause mit „Reset“ gab ich mir Zeit und freute mich, dass ich zurück auf die Erfolgsspur gefunden hatte und zum Saisonende noch einige gute Rennen fahren konnte.
Dennoch war das sicher die schwerste und auch schlechteste Saison bisher. Doch sicher auch eine meiner lehrreichesten…

Gerade in solchen Phasen ist Rückhalt super wichtig. Und ich bin sehr dankbar diesen Rückhalt in der letzten Saison von so vielen Seiten bekommen zu haben. Deshalb möchte ich einen besonderen Dank an Familie, Team, Trainer, Sponsoren und allen anderen „Schulterklopfern“ richten: DANKE!

Samalis Stage Race

Zum Saisonabschluss stand am vergangenen Wochenende das Salamis Stage Race in Griechenland auf meinem Rennplan. Die zu vergebenden UCI Punkte lockten in der vorolympischen Saison noch einmal ein sehr starkes Fahrerfeld auf die kleine Insel im saronischen Golf. Doch nach einem Podestplatz eine Woche zuvor beim NRW Cup blickte ich optimistisch auf das Etappenrenen.

Mit Startnummer 18 ging es für mich am Freitag auf den 5,5 km langen Prolog auf der CrossCountry Runde, welchen ich als siebter beendete. Beim CrossCountry Rennen am Folgetag galt es sieben Runden auf dem felsigen Rundkurs im Kanakia Gebirge zu absolvieren. Nach gutem Start konnte ich im ersten Rennviertel in der Führungsgruppe mitfahren, ehe ich bei hohen Temperaturen einen kleinen ‚Hänger’ gegen Rennmitte erlebte. In den letzten Runden fand ich den Rhythmus jedoch wieder und sicherte mir den achten Rang. Beim abschließenden Point-to-Point Rennen über 32 km galt es dann zunächst eine sehr steilen und langen Anstieg zu absolvieren. Ich versuchte schnell mein Tempo zu fahren, verlor ein paar Meter zur Führungsgruppe, konnte jedoch in der Abfahrt vom höchsten Punkt wieder heran fahren. Auf den letzten 12 kupierten Kilometern gab ich noch einmal alles und konnte mich mit dem fünften Tagesrang noch auf Platz 6 in der Gesamtwertung vorschieben und mich so am malerischen Strand von Kanika über einen tollen Saisonabschluss freuen.
In der Endabrechnung lag der Franzose Stephan Tempier knapp vor dem Esten Martin Loo und Alexander Gehbauer aus Österreich.

Nach einer wirklich harten Saison mit vielen Rückschlägen freue ich mich nun sehe auf die alljährliche Herbstpause. Noch viel mehr freue ich mich jedoch, die Saison mit einem persönlichen Hoch, vielen neuen Erfahrungen und auch einigen guten Ergebnissen beendet zu haben. Das nehme ich mit in die Vorbereitung auf die neue Saison 2016. Doch jetzt heißt es erst einmal Füße hoch und Urlaub machen.

NRW Cup Remscheid

Platz zwei hinter Ben Zwiehoff und vor Frank Beemer aus den Niederlanden beim NRW Cup Finale in Remmscheid am Wochenende. Ein ziemlich hochkarätiges Podium also für ein lokales Rennen. Schön, dass der NRW Cup einen solchen Zusprunch findet!

 

Bundesligafinale Bad Säckingen

Zum Finale der internationalen Bundesliga lockte besonders der HC-Status nocheinmal ein sehr starkes Fahrerfeld nach Bad Säckingen an den Hochrhein. Auch die 4 km lange Strecke mit kurzen Anstiegen und vielen technischen Abschnitten fand bei den Sportlern großen Zuspruch und zusammen mit der guten Zuschauerkulisse war das Rennen ein gelungener Abschluss der Bundeligaserie.

Ich merkte die letzten Tage, wie meine Beine nocheinmal gut in Tritt kamen und blickte somit sehr zuversichtlich auf das Rennen. Der Start gelang mir auch recht ordentlich, doch dann merkte ich schnell, dass meine Beine ausgerechnet an diesem Sonntag sehr mies waren und mir der nötige „Punch“ in den steilen Rampen fehlte. Doch versuchte ich das beste daraus zu machen und meine Rhythmus durchzuziehen, was mich nach acht langen Runden beinahe noch unter die Top15 brachte. Am Ende wurde es der 16. Platz. Das beste draus gemacht mit den Beinen würde ich sagen und auf die nächste Chance und für diese Saison letzte Chance beim S2 Etappen Rennen in Griechenland Anfang Oktober freuen.

Gewonnen hat der Olympiadritte Marco Aurelio Fontana vor dem Deutschen Meister Manuel Fumic und Maxime Marotte aus Frankreich.

Autumn Ride Obertraun

In der neu gebauten Bikearena im österreichischen Obertraun fand am Wochenende der Autumn Ride der internationalen C1 Kategorie statt. Eine Woche nach der WM nutzten einige Topfahrer die Chance auf Weltranglistenpunkte. Die Strecke in der Dachstein-Region war sehr abwechslungsreich, mit vielen Richtungswechseln und ein Ständiges auf und Ab.
Aus der zweiten Reihe kam ich gut ins Rennen, doch dann erwischte mich bereits in der ersten Runde direkt nach der technischen Zone ein Plattfuß am Vorderrad. Auf einer der letzen Positionen nahm ich nach dem Wechseln das Rennen wieder auf, doch voller Motivation setzte ich zu einer Aufholjagd an, die mich kontinuierlich nach vorne spülte und schließlich auf dem 10. Rang endete. Heute hatte ich einen guten Tag, schade, dass es jedoch nicht zu einem besseren Ergebniss gelangt hat.
Gewonnen hat der Schweizer Nicola Rohrbach vor Bart de Vochte und Luca Braidot.

Weltmeisterschaften Andorra

Mit den Weltmeisterschaften im Pyrenäenstaat Andorra stand am vergangenen Wochenende der Saisonhöhepunkt an. Zwar waren meine Erwartungen nach meinem ‚Reset‘ nicht besonders hoch, doch stellte die Rückkehr ins internationale Renngeschehen gegen die besten Biker der Welt auch für mich einen Höhepunkt dar.
Mein Start gelang mir nun mäßig, doch ich kam danach gut ins Rennen. Einzig in meinem Hals verspürte ich etwas Unwohlsein, doch ich konnte mich bis zur letzten Runde auf Rang 40 verbessern, ehe ich durch drei Überschläge noch vier Positionen hergab. Alles in allem bin ich dennoch zufrieden mit ‚meinem‘ Rennen, auch wenn es sicherlich noch genügend Platz zum verbessern gibt.
Doch dazu habe ich ja bereits in den nächsten Wochen bei internationalen Rennen in Obertraun und dem Bundesligafinale in Bad Säckingen die Gelegenheit.

Neuer Weltmeister ist Nino Schurter aus der Schweiz, der sich den Titel von Julien Absalon zurückholte, gefolgt von Ondrej Cink.

C2 Landgraaf

Gestern fand zeitgleich zum Weltcupfinale im italienischen Val di Sole der sechste Lauf zum BeNeLux Cup in den benachbarten Niederlanden statt. Der 5,7km lange Kurs führte die Fahrer über viele schnelle Singletrails, aber auch steile Anstiege zweimal pro Runde hinauf zur Landgraafer Skihalle.

Für mich ging es nach einer „Auszeit“ darum, soviel Spaß wie möglich bei diesem Rennen zu haben. Mir gelang ein guter Start in das Rennen der internationalen C2 Kategorie und am höchsten Punkt der Strecke forcierte ich nochmals das Tempo. Etwas ungeplant war ich von nun an alleine an der Spitze und konnte konzentriert und mit viel Freude meinen Rhythmus durchziehen und schließlich nach sechs Runden vor Thijs Zuurbier und Bas Peters gewinnen.

Vor allem freue ich mich jedoch, dass ich gestern meine eigenen Vorstellungen und persönlichen Ziele so gut umsetzen konnte.
Es war schön zu sehene, dass in Gedenken an den Todestag unserer Teamkollegin Annefleur wieder viele Fahrer/innen mit einer Blume am Lenker unterwegs waren.

Weltcup #4 Mt St Anne

Bei der vierten Station des Weltcups im kanadischen Mt St Anne an der Ostküste musste ich mir auf recht enttäuschende Art und Weise eingestehen, dass ich nach einer schwierigen Saison eine Pause brauche. War ich in der Woche vor dem Rennen noch voller Vorfreude und guten Gefühls auf der 3,9km langen, sehr technischen Strecke, kippte meine Stimmung kurz vor dem Rennen. Nach der ersten Kurve hat es bei mir irgendeinen Schalter umgelegt und so beendete ich das Rennen nach nur zwei Runden mit dem Entschluss, dass ich mir einfach eingestehen muss, dass ich einen Reset benötige. Dieses Gefühl kam mir bereits in Lenzerheide nach dem Weltcup, jedoch wollte ich da mit Kampfgeist und Fleiß darüber hinweggehen. Nun fliege ich nach Hause, lasse Luft dran und schaue, mit welchen Rennen in wieder einsteige. Geraden bin ich zwar sehr enttäuscht, in einer solchen Situation war ich bisher noch nicht. Doch auf der anderen Seite fühle ich mich gut dabei, zu meiner Situation zu stehen. Und es freut mich, dass ich durch diese Entscheidung komischer Weise schon jetzt eine große Vorfreude auf mein ‚Wiedereinstiegsrennen’ verspüre.
Zum Schluss noch die erfreulichen News: Teamkollege Florian Vogel könnte hinter Schurter und Absalon sein bestes Weltcupresultat seit 2011 feiern.

 

Europameisterschaft Chies d Alpago

Bei den Europameisterschaften im italienischen Chies d Alpago am südlichen Rand der Alpen zerschlug sich meine Hoffnung endlich auch ein gutes internationales Rennen zu fahren schon kurz nach dem Start: Bereits nach 200m kam ich zu Fall und nahm als vorletzter Fahrer das Rennen wieder auf. So war in der ersten 5.5km Runde, die physisch sehr anspruchsvoll war, vor den Nadelöhren warten angesagt. Nun dachte ich mir, dass ich ja dennoch ein gutes Rennen fahren kann, auch wenn das Resultat sicher bereits „davon gefahren war“… So gab ich sechs Runden lang einfach alles, überholte viele Fahrer und ließ mich auch von einem schleichenden Plattfuß und dem nötigen Radwechsel gegen Rennmitte nicht demotivieren. Zwar war der 37. Rang am Ende nicht das was ich mir vorgestellt habe, aber irgendwie bin ich mit meiner Leistung zufrieden, die hat sich gut angefühlt. Insgesamt bin ich aber dennoch richtig angefressen, es darf sich auch gerne mal wieder etwas Glück an mich heften…

Alter und Neuer Europameister ist Julien Absalon aus Frankreich, der sich gegen den Schweizer Lukas Flückiger durchsetzte. In der Nationalmannschaft gab es durch Bronze von Manuel Funic dann auch im letzten Rennen der diesjährigen EM noch einen richtigen Grund zum Jubeln.

Jetzt will ich, dass es am nächsten Wochenende beim Weltcup im kanadischen Mt St Anne mal klappt…