5# Weltcup in Mt. St. Anne

Mt. St. Anne in der kanadischen Provinz Quebec war am Wochenende bereits zum wiederholten mal Schauplatz des UCI MTB Worldcups. Auf einer sehr anspruchsvollen mit Steinen und Wurzeln übersäten Runde war Fahrtechnik gefragt. Konditionell war die Runde kaum leichter, es gab keine Zeit sich zu erholen.

Das U23 Feld hatte fünf der etwa 4,9 km langen Runde zu bewältigen, die durch den nächtlichen regen noch leicht rutschig war. Beim Start sprang mir zunächst die Kette ruter, wobei es den Umwerfer hoch zog. So kam ich nicht so gut weg in der ersten Runde. Nachdem ich etwas brauchte um das zu merken, konnte ich noch während der Fahrt den Umwerfer richten und so wieder auf dem großen Blatt fahren. Aus der ersten Runde kam ich zusammen mit dem späteren Sieger Michiel van  der Heijden mit etwa 15 Sekunden auf die Spitze zurück. In der zweiten Runde konnten wir aufschließen, doch das Tempo des Niederländers war mir zu hoch und so versuchte ich meinen  Rhythmus zu fahren. So fuhr ich hinter dem Führungsduo van der Heijden und Kerschbaumer auf Platz drei mit einem gewissen Vorsprung in die letzte Runde. Etwas einen guten Kilometer vor dem Ziel bekam ich dann einen Platten und es wurde nochmal richtig spannend. Doch zum glück hat es gereicht und so konnte ich hinter van der Heijden und Kerschbaumer den 3. Platz erobern und mich so richtig darüber freuen.

Nun reist der Weltcuptross direkt weiter in die USA wo am nächsten Wochenende der sechste Weltcup in Windham stattfindet.

Sprint DM Kirchzarten

Die Premiere der ersten MTB Cross Country Sprint DM fand am vergangenen Wochenende im deutschen „Mountainbike-Mekka“ in Kirchzarten statt. Nach einem Zeitfahren auf der zweimal zu durchfahrenden 600 m langen und mit Steilkurven und Buckeln versehenen Runde im Sportstadion kamen die besten 36 Sportler weiter in die „Heats“.  Mit der 4. besten Qualifikationszeit von über 100 Startern konnte ich ins Viertelfinale einziehen und mich dort auch fürs Halbfinale qualifizieren. In einem spannenden Halbfinale gelang es mir dann auf der Zielgerade noch ins Finale zu sprinten. Dort wurde es dann richtig spannend. Ich kam beim Start erneut schlecht weg, konnte aber hinter dem Sieger Simon Gegenheimer, Christian Pfäffle und ganz knapp hinter Andy Eyring Rang vier belegen.

Nachdem die erste Sprint DM sehr viel Spaß gemacht hat und hoffentlich nach der Trainingsphase auch noch ein bisschen Schnelligkeit gegeben hat, geht es nun mit den Überseeweltcups in Kanada und USA weiter.

Swiss Bike Trophy in Bern

Nach einer kleinen Pause und einer intensiven Trainingswoche ging ich am Wochenende auf dem Berner Gurten bei der Swiss Bike Trophy an den Start. Die Runde bei dem international sehr stark besetzten HC Rennen war schnell und cool, solange es nicht zu nass wurde. Ich erwischte zunächst einen super Start und konnte auf den Startrunden ganz vorne dabei sein. Doch irgendwie habe ich mich mit der Startrundenzahl vertan und als ich dann vorne im Wind fahrend bemerkte, dass es noch nicht auf die eigendlich Runde geht, versuchte ich nochmal in den Windschatten zu kommen. Als ich dann versuchte wieder nach vorne zu kommen, blieb ich am Hinterrad eines Fahrers hängen und stürzte. Leider nahm ich dabei auch noch Jochen Käß mit. Als einer der letzten ging ich auf die Strecke und durfte dann direkt im ersten Singletrailamstieg im Stau stehen. Wäre meine Motivation nicht schon genug getrübt gewesen, so fing es nach wenigen Minuten stark an zu Regnen und es wurde teilweise extrem schmierig. Teilweise konnte man nicht mehr fahren und musste laufen, das war wenig motivierend. Ich versuchte zwar im Verlauf der sieben Runden zu kämpfen und eventuell noch etwas nach vorne zu kommen, doch das gelang mir nicht. Der Kopf wollte nicht so recht auch wenn es zwischendurch mal gut lief, ich dann aber immer wieder Zeit vorallem in einem extrem rutschigen Anstieg verlor. So kam ich schlussendlich als 22. ins Ziel. Zufrieden war ich nicht, das Rennen sollte ich wohl einfach so schnell wie möglich abhacken. Nächstes Rennen, neue Chance.

Gewonnen hat Julien Absalon vor Lukas Flückinger und Ralph Näf.

 

Saisonausblick

Nachdem Weltcup in La Bresse war der erste große „Saisonblock“ vorbei und so habe ich erstmal eine Woche die Beine hoch gelegt und etwas „relaxt“, das tat sehr gut:). Auch mal auf die bisherige Saison zurück zu blicken war cool und motivierend, denn jetzt geht es weiter.

Als nächstes Rennen steht 3. Juni die Swiss Bike Trophy (HC) in Bern auf dem Plan. Die EM im russischen Moskau werde ich nicht fahren und dann bei der Sprint DM in Kirchzarten im Schwarzwald wieder am Start stehen. Danach folgen mit den Überseeweltcups und der daraufflogenden DM gleich drei große Rennen in wenigen Wochen.

Direkt vor dem letzten Weltcup in Val d‘ Isere werde ich mit dem BDR in Livignio sein. Die coolen Trails, die Berge, darauf freue ich mich schon und hoffe gute Trainings für den letzten Abschnitt der Saison mit den letzten Bundesligaläufen und er WM zu absolvieren. Aber das ist ja erstmal noch weit weg, dennoch freue ich mich schon drauf;).

4# Weltcup in La Bresse

Die kleine Stadt La Bresse in den französischen Vogesen war am Wochenende Schauplatz des vierten UCI Worldcups der Saison. Mit einem langen, steilen Anstieg und  30o hm pro 4,9 km Runde war die Strecke ehr „Oldschool“, aber mit der langen und mit Felsen übersäten Abfahrt doch cool. Und vor allem die vielen Zuschauer versetzten den steilen Vogesenhang in eine atemberaubende Stimmung.

Der Start des U23 Rennens über eine Startloop und fünf Runden war zunächst taktisch geprägt, doch sobald es in den ersten Anstieg ging wurde das Tempo vom späteren Sieger Alexander Gehbauer extrem angezogen und er setzte sich bereits  ab.  Bis zum höchsten Punkt der Strecke musste ich auch die Verfolger etwas ziehen lassen, konnte jedoch in der langen Abfahrt wieder aufschließen. In den nächsten zwei Runden verkleinerte sich die Gruppe am Berg und plötzlich waren wir nur noch zu zweit. Ich konnte kurz vor der Abfahrt am Tschechen Cink vorbei gehen und kam mit etwa 15 Sekunden aus der Abfahrt. Ich merkte meine Beine in der nun vorletzten Runde extrem und hoffe meinen Rhythmus dennoch durchziehen zu können. Mein Vorsprung auf die Verfolger vergrößerte sich vor der letzten Runde und so kämpfte ich  mich noch einmal den langen Berg hoch. Als ich oben sah, dass der Vorsprung kaum geschrumpft war, konzentrierte ich mich auf die letzte Abfahrt: „kein Risiko, kein Platten, Markus!“. Es ging auf und so konnte ich mir überglücklich den zweiten Platz hinter Gehbauer und vor dem Schweizer Stirnemann, der Cink in der letzten Abfahrt noch überholte, sichern.

Das alles funktioniert hat, ich mich gut gefühlt habe und es zum Podest gereicht hat, darüber freue ich mich wirklich enorm:).

 

3# Worldcup in Nove Mesto

Eine unglaubliche Kulisse, viele Zuschauer und eine tolle, technisch anspruchsvolle Ründe mit vielen Wurzeln waren am Wochenende die Raenbedingungen für den 3. Lauf des MTB Weltcups in Nove Mesto na Morave in Tschechien.
Durch den Regen am Morgen war der etwa 5 km lange Kurs im U23 Rennen teils etwas rutschig und so noch schwere. Im großen Fahrerfeld erwischte ich einen guten Start konnte aber beim hohen Anfangstempo des Tschechen Cink nicht mitgehen. Es entstanden schnell Lücken doch ich konnte den Kontakt zum Podium nur ganz knapp halten. Durch einen Sturz in der ersten Ründe riss der Kontakt vollends ab und bei mir lief es nicht so rund. Ich versuchte wieder vor zu kommen doch ich bekam einfach keinen Vortrieb obwohl ich mich gut fühlte. Ich merkte, dass ich wohl viel zu viel Lift fuhr und so oder so von einer größeren Gruppe eingeholt werden würde. So stoppte ich um etwas Luft aus den Reifen zu lassen und konnte danach etwas in der Gruppe mitfahren. Diese Kombination tat wohl gut und so lief es in den letzten beiden Runden noch mal richtig gut. Mit einer Rundenbestzeit in der vorletzten Ründe und einer guten Schlussrunde konnte ich mich Platz 5 sichern und war somit nicht unzufrieden. Zufrieden war ich jedoch auch nicht;). Es gewann der Tscheche Cink vor Van der Heijden und Gehbauer.
Jetzt freue ich mich auf dem Weltcup nächste Woche in La Bresse in den französischen Vogesen.

Vorschau 3# Weltcup Nove Mesto

Nachdem der MTB Weltcup in Nove Mesto in Tschechien im letzten Jahr zum besten Weltcup der Saison gewählt worden ist, geht es dieses Jahr dort in die zweite Runde. Gegenüber der Erstaustragung im Vorjahr wurde die Strecke am Biathlon-Weltcup-Stadion wohl leicht verändert, wird aber an ihrem Anspruch wohl kaum verloren haben: Viele Wurzeln, Steinfelder und ein ständiges Auf und Ab, richtiges Mountainbiking also.

Mir gefällt die Strecke sehr gut und ehrlich gesagt freue ich mich schon seit Houffalize auf dieses Rennen. Zwar habe ich gerade hier im letzten Jahr einen Platten verbucht, doch dieses Jahr hoffe ich, dass nach einigen Defekten in den letzten Rennen hier das Glück wieder etwas zurück kehrt;). Am Samstag um 15.30 wird der Startschuss zum U23 Rennen fallen und man darf denke ich ein spannendes Rennen erwarten. Ich hoffe an die Leistungen der vorausgegangenen Rennen anknüpfen zu können, schauen wir also einfach mal wie es läuft;).

Alle weiteren Info’s zum Rennen gibt es hier. 

 

2# Bundesliga Heubach

Der zweite Lauf der MTB-Bundesliga in Heubach auf der schwäbischen Ost-Alb war an diesem Wochenende mit dem „Who is who“ der Mountainbikeszene besetzt. Wie jedes Jahr war die etwa 5 km lange Strecke extrem fordernd, denn bevor es in den langen und „flowigen“ Downhill geht, gilt es auf einem gut 2 km langen Anstieg etwa 240 Höhenmeter zu absolvieren. Passend zu diesem Wochenende fand der Sommer nach Deutschland und so war die Strecke schön trocken und schnell.

Bevor es jedoch am Sonntag auf die große Runde ging, fand am Samstag ein Shortrace im Start-Zielbereich statt. Das Format war recht speziell: Es gab nur einen Lauf über vier kleine Runden. Somit war der Start schon fast vorentscheidend. Ich erwischte aus Reihe zwei einen guten Start, lag auf Position drei ehe ich in einer Kurve kurz wegrutschte und einige Plätze verlor. Jedoch konnte ich noch einmal Plätze gut machen und durfte als Fünfter zusammen mit dem Sieger Jochen Käß und den anderen Platzierten auf’s große Podest klettern.

Am Sonntag stand dann ein absolutes Weltklasse-Fahrerfeld um Weltmeister Kulhavy an der Startlinie, bereit den harten Anstieg zum Rosenstein hinauf zu „jagen“. Ich kam am Start des Elitefeldes gut weg, doch das Tempo war enorm hoch. Ich versuchte dran zu bleiben, aber auch nicht zu überziehen. Das Tempo einer größeren Gruppe bis Platz drei war mir einen Ticken zu hoch und so versuchte ich meinen eigenen Rhythmus zu fahren. Das gelang mir auch gut und so konnte ich ab der dritten Runde  Positionen gut machen. Ich sah Moorlag und Kulhavy und damit die Top Ten vor mir. In den nächsten Runden gelang es mir die beiden zu überholen und sogar zu Lukas Flückinger auf Platz acht auf zu schließen.  Bis zum höchsten Punkt der letzten von sieben Runden konnte ich dem Schweizer folgen und wollte die letzte Abfahrt ins Ziel auf Platz neun liegend nur noch runterkommen. Das kam ich auch, jedoch nicht so wie ich es mir gewünscht hätte: In der zweiten, dritten Kurve bekam ich plötzlich wie aus dem nicht vorne einen Platten. Ohne Luft im Reifen musste ich den Downhill herunter fahren und stürzte dabei noch. So verlor ich bis ins Ziel noch fünf Positionen und kam enttäuscht auf Platz 14 ins Ziel. Der Sieger des Rennens wurde Moritz Milatz vor Fabian Giger und Jose Antonio Hermida.

Nachdem sich mein Frust etwas gelegt hatte, konnte ich wenigstens für mich feststellen, dass es ja doch eigentlich ein ganz gutes Rennen war. Deshalb freue ich mich nun schon sehr auf die beiden folgenden Weltcups in Nove Mesto und La Bresse.

 

Vorschau 2#Bundesliga Heubach

Nach dem Frühjahrsklassiker in Münsingen mit extremen Witterungsbedingungen steht an diesem Wochenende bereits das zweite Bundesligarennen auf dem Plan und damit auch „das zweite Extrem“. Denn die Strecke beim „Bike the Rock“ in Heubach im Osten der schwäbischen Alb verlangt den Fahrern mit ihrem langen und steilen Anstieg alles ab.

 

Doch bevor es den angesprochenen Anstieg hinauf geht, findet am Samstag zunächst ein Short Race im Start-Ziel-Bereich statt.

 

Am Sonntag werde ich dann wie in Münsingen in der Elite an den Start gehen. Da viele internationale Top-Fahrer sich angekündigt haben, wird das Rennen wohl extrem hart. Auch wenn es in Münsingen gut lief, setzte ich dies nicht als Messlatte an und werde einfach versuchen alles zu geben und man wird sehen was am Ende dabei rauskommt. Ich freue mich jedenfalls auf das Wochenende, besonders auf die Abfahrt…;)

1# Bundesliga in Münsigen

Der Frühjahresklassiker in Münsingen auf der schwäbischen Alb machte an diesem Wochenende seinem Ruf alle Ehre: Neben international stark besetzten Starterfeldern erwartete die Fahrer auch typisches „Aprilwetter“ mit Regen, Sonne, Hagel und Wind.

Am Samstag beim Eliminator Sprint blieb es bis auf wenige Schauer noch trocken und so waren schnelle und spannende Läufe garantiert. Ich konnte mich im Zeitlauf für die „Heats“ qualifizieren und im Viertelfinale als erster über die Ziellinie fahren. Im Halbfinale ging es dann sehr eng zu, jeder versuchte irgendwie nach vorne zu gelangen. Mit etwas Glück konnte ich mich fürs Finale qualifizieren. Dort ging es wieder eng zu und am Ende konnte ich mich hinter dem Sieger Simon Gegenheimer und Simon Stiebjahn und Martin Gluth über Rang vier freuen. Teamkollege Wenzel fuhr nach starken „Heats“ im Finale auf Rang sechs.

Am Sonntag ging ich in der Elite an den Start. Pünktlich zum Start verwandelte einsetzender Hagel die Strecke dann in eine einzige Rutschbahn. Das mit Weltklassefahrern besetzte Feld musste so schon am berühmten Startberg von Münsigen vom Rad. Das Tempo war enorm hoch, doch irgendwie konnte ich mich an die Spitzengruppe beißen. In einem Downhill in der ersten Runde gab es dann einen Massensturz, auch ich stürzte und die Rennsituation änderte sich. Ich konnte jedoch irgendwie wieder zur Spitze aufschließen und ehe ich mich versah war ich in der dritten Runde plötzlich und unerwartet alleine mit Martin Gujan in der Führung. In der fünften von sieben Runden schloss dann der spätere Sieger Rudi van Houts auf und konnte sich wenige später absetzen, als Gujan und ich in einer Abfahrt ins Straucheln kamen. In der letzten Runde versuchte ich mich an Gujans Hinterrad festzubeißen und konnte ihm bis zum höchsten Punkt mehr oder weniger folgen. So ging ich also auf Position drei die letzte Abfahrt. Doch von hinten kam kein geringerer als Florian Vogel mit einer krassen Aufholjagt immer näher und so war ich in der letzten Abfahrt natürlich nochmal nervöser. Ich kam immer wieder ins Straucheln und rutschte zweimal weg und schon war Vogel an mir vorbei. Im Ziel konnte ich mich über meinen vierten Platz jedoch trotzdem richtig freuen und hätte damit nicht gerechnet.