Austriacup Haiming

15, Schulte-Lünzum, Markus, Focus XC Team, , GER

Die nächste Rennstation auf dem Weg zum ersten Weltcup in etwa einem Monat war der Austriacup im österreichischen Haiming. Viele Topathleten fanden den Weg ins Inntal, um um die Punkte des mit dem HC-Status dotierten Rennens zu fahren. Die Strecke war wie in den letzten Jahren mit Wurzeln und Steinen übersät und ein ständiges Auf und Ab – und super hard ohne Zeit sich zu erholen.
Mir gelang ein super Start und ich war direkt in einem super Rhythmus mit gutem Vorwärtsdrang. Auf der sehr fordernden Strecke und bei hohen Temperaturen wollte ich mit meinen Kräften haushalten und blieb bei meinem Rhythmus und brachte so sehr zufrieden den achten Rang ins Ziel.
Hinter Sieger Maxim Marotte und Stephan Tempier holte sich Teamkollege Florian Vogel den dritten Rang.

Am nächsten Wochenende steht mit den Bundesligarennen in Heubach da erste Rennen auf deutschem Boden auf dem Programm.

Sunshine Race Nals

Beim Sunshine Race im italienischen Nals lief es bei mir nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wusste aus den letzten Jahren um die Schwierigkeiten der gut 4 km langen Runde durch die Apfelplantagen an den Hängen des Etschtals. Doch bereits am langen Startanstieg wählte ich eine zu defensive Taktik, da mein Respekt zu überziehen doch recht groß war. In der darauffolgenden Abfahrt geriet ich durch einen Platten noch weiter ins Hintertreffen. 
Danach versuchte ich mit einem konstanten Rhythmus Positionen gut zu machen, konnte mich dabei jedoch auch ehr mäßiger Beine bedienen und kam so nicht über Rang 40 hinaus.
Nach einer Woche im Vinschgau mit dem Focus XC Team gibt es aber schon nächste Woche beim Ötztaler Bike Festival die Chance auf ein besseres Rennen!

Gewonnen hat in Nals Matthias Flückinger vor Stephan Tempier und Maxime Marotte.

ALL_ME

Worldcup #1 Stellenbosch

Der erste Weltcup der neuen Saison fand im über 11.000 km entfernten Bikemekka Stellenbosch statt. die südafrikanische Stadt in der Kapregion hielt eine 4,5km lange und sehr moderne, technische Runde für die Fahrer aus der ganzen Welt bereit und über 10.000 Zuschauer wurden mit spannenden Rennverläufen in allen Rennklassen nicht enttäuscht. 

Mir gelang mit Startnummer 53 ein ordentlicher Start und ich hatte gut Zug nach vorne. Gegen Rennmitte machte sich mein Rücken etwas bemerkbar. Ich kannte dies aus dem Training, vermutlich noch folgen meiner Schulterverletzung, aber so wusste ich auch auf was ich achten musste, um meinen Rücken zu entlasten. Zwar verlor ich in dieser Phase des Rennens wieder etwas an Boden, konnte ich jedoch fangen und war in den letzten zwei Runde wieder mit gutem Zug auf der Kette unterwegs, sodass ich als 38. ins Ziel kam. Auch weil es mein erstes Saisonrennen überhaupt war, bin ich damit doch zufrieden.

An der Spitze des Rennens kam es zu einer kleinen Überraschung: „Younggung“ Samuel Gaze verwies Seriensieger Nino Schurter in einem spannenden Sprint auf Platz zwei gefolgt von Maxime Marotte.

Nun bin ich noch zwei Wochen mit der Nationalmannschaft des BDR in Stellenbosch um Trainingslager, worauf ich mich natürlich sehr freue. Schließlich sind Trails, Lifestyle, Cafés und Restaurants hier wirklich lohnenswert.

Frühstücksflocken Rezept

Als Leistungssportler verlange ich meinem Körper und Geist täglich viel ab. So liegt es auf der Hand, dass ich ihn dazu auch mit guter Energie versorgen möchte.
Ein warmes Frühstück ist dazu gerade in kalten Wintertagen ein super Start in den Trainingstag.
Am liebsten mische ich mir mein Müsli selber: Haferflocken, Wahbio Protein Waldbeere, Leinsamen mit heißem Wasser aufgießen und mit Heidelbeeren abrunden – einfach lecker. Und einfach. Auch für unterwegs. Aber seht selbst:

Saisonvorbereitung

Das südafrikanische Mountainbike-Mekka Stellenbosch bietet umgeben von Weinbergen hammer Trails, viele coole Restaurants und einen coolen Lifestyle. Außerdem Sonne satt.
Alleine deshalb wäre Stellenbosch aus Biker-Sicht eine Reise wert.
Doch ist der Grund für meine Reise in die Kap-Region ein anderer: Der Auftakt des Mercedes- Benz UCI MTB Worldcups in gerade einmal vier Wochen.
Das erste große Rennen der Saison, der Grund, weshalb meine Kollegen und ich den ganzen auf dem Rad oder dem Ergometer geschwitzt oder im Kraftraum Gewichte gestemmt haben.
Für mich persönlich verlief die Vorbereitung in diesem Winter jedoch wegen verschiedenster Einflussfaktoren etwas anderes.
Im Oktober, in meinen Ferien, noch bevor das eigentliche Training los ging stürzte ich bei einem Besuch im Bikepark Winterberg. Diagnose Schultereckgelenkssprengung mit Schlüsselbeinbruch und Weichteilbeteiligung. Klingt nicht gut, war es auch nicht.
Natürlich hatte dies auch Auswirkungen auf meine Saisonvorbereitung, alternativen im Krafttraining waren gefragt und Erfindungsreichtum, um schnellstmöglich wieder aufs Rad zu kommen.
Zum Glück hat dann die Regeneration gut geklappt und ich fühlte mich im Januar bereits in keiner schlechten Verfassung. Bei einem Vorbereitungsrennen des RC Bocholt konnte ich sogar schon wieder einer Startnummer an mein Raven heften.
Und jetzt ist es schon Februar und die Zeit, bis ich das nächste Mal eine Startnummer ein meinen Lenker hefte, scheint wie im Fluge zu vergehen.
Auch wenn in diesem Winter nicht alles „glatt“ lief und es hier und da Fragezeichen gab, habe ich das Gefühl mir eine gute Basis erarbeitet zu haben. Nun geht es noch um das „Finetuning“ um beim ersten Weltcuprennen der Saison am 10.März konkurrenzfähig zu sein und ein gutes Rennen zu fahren. Dafür habe ich den Winter über gearbeitet und darauf freue ich mich vor allem. Ich bin gespannt.
Und da wir mit der Nationalmannschaft des BDR im Anschluss noch ein zweiwöchiges Trainingslager in Stellenbosch verbringen, wird sicher auch Zeit bleiben, die Vorzüge der Weinregion zu genießen.
Zwei Gründe also, sich auf den März in Südafrika zu freuen!

Alles eine Frage der Kreativität: Mit diesem „Setup“ wurde mein Focus Raven zwar optisch ganz schön verschandelt, doch ich saß recht schnell wieder auf dem Bike. Ein geiles Gefühl war das!

Ein Highlight in diesem Winter war der „Halterner Christmasride“, zu dem ich seit einigen Jahren einlade. Dieses Jahr kamen über 100 Radsportler zusammen und auch die beiden Straßenprofis Marcel Sieberg und Phil Bauhaus waren dabei. Außerdem konnten wir bei der Kuchenpause noch einige Euros für das wohltätige Projekt „World Bicycle Relief“ sammeln.


Im Januar kam dann beim MTB-Wintercup des RC Bocholt bereits wieder eine Startnummer an den Lenker.

WM Cairns

Etwa 25 Flugstunden entfernt, auf der anderen Seite der Welt fanden im Australischen Cairns die Mountainbike Weltmeisterschaften statt. Zwar traft der Slogan „The Rumple in the Rainforst“ nur bedingt zu: Zwar wurde um das Regenbogentrikot gefahren, doch von Regen war auf der 4,4km langen Strecke schon lange nichts mehr zu sehen und so wurde das Rennen zu einer extrem staubigen Angelegenheit. 
Bereits in der Startloop des großen Elitefeldes war die Fahrline teils kaum noch erkennbar. Dennoch versuchte ich bereits in der Startloop möglichst viele Positionen gut zu machen, da die Strecke im einzigen langen Singletrailanstieg kaum Überholvorgänge zuließ. Durch einen Fahrfehler eines Vordermanns verlor ich jedoch auch gleich vorm ersten Anstieg wieder einige Positionen und musste mich gerade in den ersten drei Runde oft selber ermahnen, Überholvorgänge nicht an unmöglichen Stellen zu erzwingen und so gegebenenfalls einen Sturz zu provozieren. Gar nicht so leicht bei der Nervosität und Anspannung bei einem WM-Rennen.
Doch machte ich Positionen gut und hatte in der fünften Runde „freie Fahrt“ auch im Singletrail, sodass ich mich in Richtung Rang 25. nach vorne schieben konnte. Ich wusste um meine super Verfassung und meine guten letzten Runden und wollte diese Stärken auf den letzten zwei Runden versuchen auszuspielen. Leider erwischte ich dann im Anstieg jedoch einen Stich im Hinterreifen. Nach der darauflegenden Abfahrt wechselte ich das Hinterrad. Ohne darauf zu schauen, wie viele Plätze ich nun verloren hatte fuhr ich die letzte Runde einfach „All-Out“, machte nochmals ein paar Plätze gut und kam auf dem 35. Rang ins Ziel.
Ein Ergebnis, mit dem ich nicht ganz glücklich bin, doch bin ich zufrieden mit meiner Performance und wäre es vermutlich auch mit dem Ergebnis gewesen, welches ohne Platten hätte heraus kommen können. Aber „hätte, hätte, Fahrradkette“ zählt nicht und und so muss ich damit zufrieden sein.
 
Der Schweizer Nino Schuster verteidigte seinen Titel vor dem Tschechen Kulhavy und dem Schweizer Litscher.
 
Nun werde ich die letzten Septemberwochen noch etwas lockerer auf dem Bike genießen, das Bundesligafinale in Titisee fahren, bevor es im Oktober in die wohl verdiente Offseason geht.

WC Val di Sole

Mit dem Weltcupfinale im italienischen Val di Sole fand am Wochenende das erster der letzten zwei großen Saisonrennen statt.
Hohe Temperaturen, steile Anstiege und keine Erholungsphasen auf der 3,9km langen Runde sorgten für sehr fordernde Bedingungen.
Mit Startnummer 47 gelang mir ein super Start und ich reihte mich unter den besten 30 ein. Ich dachte ich hätte bereits einen super Rhythmus gefunden, doch kamen gegen Rennmitte einige recht zähe Runden auf mich zu, in denen ich auch einige Positionen verlor.
Doch gelang es mir den Hebel in den letzten zwei Runden noch einmal umzulegen und mich auf Platz 29 vorzuschieben.
Sein sechstes Weltcuprennen in Folge gewonnen hat der Schweizer Nino Schurter vor Stephan Tempier und Julien Absalon.
Nun geht es bereits am Dienstag mit der Nationalmannschaft des BDR weiter nach Cairns, wo die Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

BeNeLux Cup Kluisbergen

Die Vorbereitungen auf den letzten großen Highlights der Saison sind fast abgeschlossen und so war mir das C2 Rennen im belgischen Kluisbergen noch einmal wichtig als Standortbestimmung bevor es nächste zum Weltcupfinale nach Val di Sole geht.
Da sich auf der schnellen und 5,3 km langen Runde schnell eine 8-köpfige Spitzengruppe bildete, wurde es zunächst teils taktisch. Somit war Achtsamkeit gefragt, um die entscheidenden Attacken nicht zu verpassen. Gegen Rennmitte führten diverse Tempoverschärfungen dazu, dass sich die Gruppe halbierte. 
Bei der nächsten Attacke war ich dann auch am Limit, konnte aber zusammen mit Cyclocross-Spezialist Kevin Pouwels grade noch einmal den Kontakt zu Hans Peking herstellen. Zu dritt kamen wir bis kurz vors Ziel, als die beiden antraten und die Entscheidung im Sprint unter sich ausmachten. Mit dem besseren Ende für Pouwels.
Ich war jedoch super happy mit meinem dritten Rang, habe mich trotz intensivem Training unter der Woche sehr gut gefühlt und konnte im Rennen stets vorne dabei sein.

WC Mt St Anne

Der Weltcup in Mt St Anne an der kanadischen Ostküste ist ein absoluter Klassiker im Rennkalender und trotzdem zählt die 4,3km lange Strecke zu den technisch wie konditionell anspruchsvollsten Kursen.
Mit Nummer 44 gelang mir ein guter Start, in der zweiten und dritten Runde musste ich dann ziemlich kämpfen um die Beine am drehen zu halten. Das gelang mir und in der zweiten Rennhälfte ging es mir wieder besser und ich zog meinen Rhythmus durch und erreichte das Ziel auf einem soliden 33. Rang. 

Der Sieg ging bereits zum fünften Mal in Folge an den Schweizer Weltmeister Nino Schuster vor Stephan Tempier und Gerhard Kirschbaumer.

Bis zum Weltcupfinale in Val di Sole in drei Wochen möchte ich noch hier und da kleine Anpassungen erzielen und freue mich auf das große Saisonfinale.

EM Boario Terme

Am Wochenende ging es mit den Europameisterschaften in „Bella Italia“ weiter. In der Thermenstadt Boario Terme in der Lombardei forderte eine anspruchsvolle Strecke mit vielen Steinabsätzen, steilen Rampen und dazu hohe Temperaturen Europas beste Mountainbiker. 

Ich fühle mich wirklich super in Form und war sehr zuversichtlich für das Rennen, hielt mich am Start geplant etwas zurück. Dann jedoch begann ich mit meinem Rhythmus Positionen gutzumachen. 
Ende der ersten Runde rutschte mein Vorderrad dann jedoch einmal weg und dann ging es ganz schnell: ich klickte aus, schon kam die nächste Steinkante, ich war noch nicht wieder im Pedal und strauchelte den Absatz hinunter. Dabei setzte mein Hinterrad hart auf und ich verlor wohl etwas Luft, ohne es gleich zu merken. „Glück gehabt“ dachte ich.
Doch nach dem Durchfahren der technischen Zone entwich die Luft dann vollends und so ging es auf eine lange Strecke mit vielen Laufpassagen zum Materialdepot. 
Abgeschlagen nahm ich die Fahrt wieder auf, wohl wissentlich, dass der Rückstand wohl schon beträchtlich sein dürfte… So endete das Rennen enttäuscht mit der Anwendung der 80% Regel auf Rang 41…

Was soll ich nun sagen? Rennen fahren macht deutlich mehr Spass, wenn man auch zählbare Erfolgserlebnisse einfährt. 
Zumindest gab es aber auch richtig richtig was zu Feiern: Mein Teamkollege Florian Vogel konnte Europameister werden, Teamkollegin Linda Indergand sicherte sich den Vizetitel und Manni Fumic aus der deutschen Nationalmannschaft holte Bronze, Chapeau !
Beim nächsten Weltcuprennen im kanadischen Mt St Anne würde ich mich dann auch über ein zählbares Erfolgserlebnis freuen.