Saisonvorbereitung

Das südafrikanische Mountainbike-Mekka Stellenbosch bietet umgeben von Weinbergen hammer Trails, viele coole Restaurants und einen coolen Lifestyle. Außerdem Sonne satt.
Alleine deshalb wäre Stellenbosch aus Biker-Sicht eine Reise wert.
Doch ist der Grund für meine Reise in die Kap-Region ein anderer: Der Auftakt des Mercedes- Benz UCI MTB Worldcups in gerade einmal vier Wochen.
Das erste große Rennen der Saison, der Grund, weshalb meine Kollegen und ich den ganzen auf dem Rad oder dem Ergometer geschwitzt oder im Kraftraum Gewichte gestemmt haben.
Für mich persönlich verlief die Vorbereitung in diesem Winter jedoch wegen verschiedenster Einflussfaktoren etwas anderes.
Im Oktober, in meinen Ferien, noch bevor das eigentliche Training los ging stürzte ich bei einem Besuch im Bikepark Winterberg. Diagnose Schultereckgelenkssprengung mit Schlüsselbeinbruch und Weichteilbeteiligung. Klingt nicht gut, war es auch nicht.
Natürlich hatte dies auch Auswirkungen auf meine Saisonvorbereitung, alternativen im Krafttraining waren gefragt und Erfindungsreichtum, um schnellstmöglich wieder aufs Rad zu kommen.
Zum Glück hat dann die Regeneration gut geklappt und ich fühlte mich im Januar bereits in keiner schlechten Verfassung. Bei einem Vorbereitungsrennen des RC Bocholt konnte ich sogar schon wieder einer Startnummer an mein Raven heften.
Und jetzt ist es schon Februar und die Zeit, bis ich das nächste Mal eine Startnummer ein meinen Lenker hefte, scheint wie im Fluge zu vergehen.
Auch wenn in diesem Winter nicht alles „glatt“ lief und es hier und da Fragezeichen gab, habe ich das Gefühl mir eine gute Basis erarbeitet zu haben. Nun geht es noch um das „Finetuning“ um beim ersten Weltcuprennen der Saison am 10.März konkurrenzfähig zu sein und ein gutes Rennen zu fahren. Dafür habe ich den Winter über gearbeitet und darauf freue ich mich vor allem. Ich bin gespannt.
Und da wir mit der Nationalmannschaft des BDR im Anschluss noch ein zweiwöchiges Trainingslager in Stellenbosch verbringen, wird sicher auch Zeit bleiben, die Vorzüge der Weinregion zu genießen.
Zwei Gründe also, sich auf den März in Südafrika zu freuen!

Alles eine Frage der Kreativität: Mit diesem „Setup“ wurde mein Focus Raven zwar optisch ganz schön verschandelt, doch ich saß recht schnell wieder auf dem Bike. Ein geiles Gefühl war das!

Ein Highlight in diesem Winter war der „Halterner Christmasride“, zu dem ich seit einigen Jahren einlade. Dieses Jahr kamen über 100 Radsportler zusammen und auch die beiden Straßenprofis Marcel Sieberg und Phil Bauhaus waren dabei. Außerdem konnten wir bei der Kuchenpause noch einige Euros für das wohltätige Projekt „World Bicycle Relief“ sammeln.


Im Januar kam dann beim MTB-Wintercup des RC Bocholt bereits wieder eine Startnummer an den Lenker.