Weltcup #4 Mt St Anne

Bei der vierten Station des Weltcups im kanadischen Mt St Anne an der Ostküste musste ich mir auf recht enttäuschende Art und Weise eingestehen, dass ich nach einer schwierigen Saison eine Pause brauche. War ich in der Woche vor dem Rennen noch voller Vorfreude und guten Gefühls auf der 3,9km langen, sehr technischen Strecke, kippte meine Stimmung kurz vor dem Rennen. Nach der ersten Kurve hat es bei mir irgendeinen Schalter umgelegt und so beendete ich das Rennen nach nur zwei Runden mit dem Entschluss, dass ich mir einfach eingestehen muss, dass ich einen Reset benötige. Dieses Gefühl kam mir bereits in Lenzerheide nach dem Weltcup, jedoch wollte ich da mit Kampfgeist und Fleiß darüber hinweggehen. Nun fliege ich nach Hause, lasse Luft dran und schaue, mit welchen Rennen in wieder einsteige. Geraden bin ich zwar sehr enttäuscht, in einer solchen Situation war ich bisher noch nicht. Doch auf der anderen Seite fühle ich mich gut dabei, zu meiner Situation zu stehen. Und es freut mich, dass ich durch diese Entscheidung komischer Weise schon jetzt eine große Vorfreude auf mein ‚Wiedereinstiegsrennen’ verspüre.
Zum Schluss noch die erfreulichen News: Teamkollege Florian Vogel könnte hinter Schurter und Absalon sein bestes Weltcupresultat seit 2011 feiern.

 

European Champs Chies d Alpago

All my hopes to finally ride a good international race at the European championships in Chies d Alpago in Italy evaporated when the race just has started: After 200m I went down an continued the race next to last… So I had to wait in the traffic before the singletrails a few times in the first 5.5 km long and physically pretty demanding lap. In this situations I thought ‚Well, maybe the good result is gone, but at least you can ride a good race‘. So I just left everything I had in the six lap long race, overtook a couple of riders and even a slow puncture with the necessary wheelchange in the middle of the race did not demotivate me. Sure the 37th place in the end was not what I was after but somehow I’m ok with my performance and my racing felt good. But all in all I’m pretty teed off and would look forward to some better luck again soon…

The defending champion Julien Absalon of France took the title again ahead of Swiss Lukas Flückiger. Manuel Fumic won bronze and so the German national team had an other big success also in the last race of the European championships.

Now I really want a good race next week at the Worldcup in Canada in Mt St Anne finally…

Europameisterschaft Chies d Alpago

Bei den Europameisterschaften im italienischen Chies d Alpago am südlichen Rand der Alpen zerschlug sich meine Hoffnung endlich auch ein gutes internationales Rennen zu fahren schon kurz nach dem Start: Bereits nach 200m kam ich zu Fall und nahm als vorletzter Fahrer das Rennen wieder auf. So war in der ersten 5.5km Runde, die physisch sehr anspruchsvoll war, vor den Nadelöhren warten angesagt. Nun dachte ich mir, dass ich ja dennoch ein gutes Rennen fahren kann, auch wenn das Resultat sicher bereits „davon gefahren war“… So gab ich sechs Runden lang einfach alles, überholte viele Fahrer und ließ mich auch von einem schleichenden Plattfuß und dem nötigen Radwechsel gegen Rennmitte nicht demotivieren. Zwar war der 37. Rang am Ende nicht das was ich mir vorgestellt habe, aber irgendwie bin ich mit meiner Leistung zufrieden, die hat sich gut angefühlt. Insgesamt bin ich aber dennoch richtig angefressen, es darf sich auch gerne mal wieder etwas Glück an mich heften…

Alter und Neuer Europameister ist Julien Absalon aus Frankreich, der sich gegen den Schweizer Lukas Flückiger durchsetzte. In der Nationalmannschaft gab es durch Bronze von Manuel Funic dann auch im letzten Rennen der diesjährigen EM noch einen richtigen Grund zum Jubeln.

Jetzt will ich, dass es am nächsten Wochenende beim Weltcup im kanadischen Mt St Anne mal klappt…

Bundesliga Titisee

Normalerweise ist das Gelände rund um die Hochfirstschanze in Titisee im Süden Deutschlands fest in der Hand von Skispringern. Doch am Wochenende ging es im Schmiedsbachtal auf einer technisch anspruchsvollen 4,1 km langen Runde mit einigen wurzeligen Singeltrails nicht um den weitesten Sprung, sondern um Punkte für die internationale MTB Bundesliga.
Ein hochkarätiges Feld ging bei warmen Sommerwetter auf die acht Runden.
Nach einem guten Start lässt sich mein Rennen kurz in zwei Teilen beschreiben: vier Runden ging gar nicht viel, ehe ich in der zweiten Rennhälfte irgendwie den Schalter umlegen konnte und mit einigen guten Runden auf den neunten Rang fuhr. Damit bin ich schon recht enttäuscht und frage mich, wieso ich erneut so schlecht ins Rennen gekommen bin.

Gewonnen hat mein Schweizer Teamkollege Florian Vogel vor seinem Landsmann Nicola Rohrbach und Lokalmatador Simon Stiebjahn, der zusammen mit seinem Organisationsteam eine tolle Strecke und eine schöne Veranstaltung mit guter Zuschauerkulisse kreierte.

Worldcup #3 Lenzerheide

Even if the head that covered most of middle Europe last weekend was little worse in Swiss Lenzerheide for Worldcup round three, the height of 1500m above sea level made it really challaging conditions.

Also the 4.1km long track was really challaging. Just one main climb but the rest of the course was allways up and down with uncountable stones, roots and corners. A real Mountainbike track, on which you would brutaly suffer if you don’t have the legs. Exactly that happened to me me and together with the extrem conditions I had simply put a super bad day. A crash in lap three reinforced my decision to quite the race.

The olympic champion Kulhavy won ahead of Schurter and Cink.

Now I’ll try to chop that race and look forward to the next chance at Bundesliga in Tittisee-Neustadt next weekend.

Weltcup #3 Lenzerheide

Zwar war die Hitze, die in weiten Teilen Mitteleuropas herrscht, am vergangenen Wodhenende beim dritten Lauf des UCI MTB Worldcups in der Schweizer Lenzerheide etwas geringer, dafür sorgte die Höhenlage von 1500m üNN für eine zusätzliche Berausforderung.
Auch die 4,1 km lange Strecke forderte die Fahrer extrem. Zwar gab es nur einen längeren Anstieg, doch der Rest der Strecke war ein ständiges Auf und Ab, mit unzähligen Wurzeln, Steinen und Richtungswechsel. Eine echte Mountianbikestrecke, auf der man jedoch grausam leidet, wenn einem der Druck fehlt.
Genau der fehlte mir im Rennen ab der zweiten Runde und zusammen mit den beschriebenen extremen Bedingungen hatte ich kurz gesagt einen ganz gebrauchten Tag, dem ein Sturz in der dritten Runde noch das „i-Tüpfchen“ aufsetzte und was mich dann zur Rennaufgabe bewegte.
Gewonnen hat der Tscheche Kuhlavy vor Schurter und Cink.

Für mich heißt es nun das Rennen schnell abzuhacken und mich auf das Bundesligarennen am nächsten Wodhenende in Tittisee-Neustadt zu freuen.

German Championships Saalhausen

After the surprising win last year I came to Saalhausen as the definding champion. But after quite a tough spring my main effort was not the titel defense, rather I wanted to recall my best performance again.

The 4.8km track was hard with steep climbs, some rain and mud and the slippery descents required some sensetive fingers on the brake.
After a good start I had little problems with the high speed in the first two laps and rode in sixth and seventh position. But afterwards I found a superb rhythem and caught steadily. After three laps I found my self within the podium spots. Forcing onward the gap to the leader Fumic came down from 45 Sek after lap two to about 20 Sek in the last laps of the race. I tried to push even a bit more but couldn’t. So Fumic after seven laps Fumic took his third title in commanding style, the former European Champion Moritz Milatz came in on 3rd place.

Even I „lost“ the jersey I’m really absolotely happy and satisfied with my vice titel and even more that the race went so well for me again.

Deutsche Meisterschaft Saalhausen

Nach dem überraschenden Titelgewinn im letzten Jahr ging es für mich als Titelverteidiger zu den Deutschen Meisterschaften ins sauerländische Saalhausen. Jedoch hatte ich wirklich zähes Frühjahr und so stand für mich nicht der Versuch der Titelverteidigern im Vordergrund, vielmehr wollte ich endlich einmal meine Leistung abrufen.

Steile Anstiege, einsetzender Regen und teils matschiger Boden machen die Strecke physisch anspruchsvoll und in den rutschigen Downhills war Gefühl am Bremshebel gefragt.
Nach gutem Start ins Rennen hatte ich in den ersten zwei Runden etwas Probleme mit dem hohen Tempo und fand mich auf den Rängen sechs bis sieben wieder. Doch dann fand ich einen super Rhythmus und arbeitete mich kontinuierlich nach vorn. Nach drei Runden lag ich auf dem dritten Rang und mein Vorwärtsdrang verringerte den Abstand zum Führenden Fumic kontinuierlich. Von 45 Sek nach der zweiten Runde kam ich bis auf etwa 20 Sek im letzten Renndrittel heran. Ich versuchte noch einmal etwas zuzulegen, doch die Lücke konnte ich nicht mehr schließen. So gewann Fumic nach sieben Runden souverän seinen dritten Titel, auf Rang drei kam Ex-Europameister Moritz Milatz ins Ziel.

Das Trikot habe ich zwar abgegeben, aber ich bin wirklich sehr, sehr happy über den Vize Titel und das es wieder einmal so gut gelaufen ist.

Heimrennen am Halterner Dachsberg

Am Sonntag gingen bereits zum neunten Mal Sportler aus ganz Deutschland und den benachbarten BeNeLux-Ländern beim Halterner MTB-Rennen am Dachsberg an den Start. Mein Heimrennen gehörte auch dieses Jahr zum Deutschlandcup und so war ich trotz einer Woche „Urlaub“ nach dem Weltcuplauf in Albstadt und einer intensiven Trainingswoche super motiviert und voller Vorfreude.
Ich wusste, dass gerade Ben Zwiehoff super drauf ist und ihm die zwei zwar kurzen aber dafür steilen Anstiege auf der 4km lange Strecke liegen dürften. Bereits in der ersten Runde setzten wir beiden uns vom Feld ab und vergrößerten unseren Vorsprung. Meine Taktik war es eigentlich, dass Rennen durch ein hohes Tempo auch in den Ebenen schwer zu machen. Doch Ben erkannte gleich in der ersten Runde seine Vorteile am steilen 22% Berg und tat mir dort Runde für Runde ziemlich weh. So konnte ich mein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen, sondern musste in der ersten Rennhälfte über die Kuppen zunächst immer wieder ein kleines Loch schließen. In der fünften von acht Runden musste ich Ben dann bei einem Antritt ziehen lassen. Der Abstand pendelte zwischen 20 und 30 Sekunden und ich versuchte den Druck aufrecht zu erhalten, doch Ben hatte nicht überzogen und fuhr das Rennen sicher nach Hause. Klar hätte ich bei meinem Heimrennen gerne gewonnen, aber Ben hatte ein den Bergen einfach den Tritt mehr und ich habe alles gegeben und bin somit nicht unzufrieden mit meinem Wiedereinstieg.
Dritter würde Sebastian Mordmüller.

Gleichzeitig wurde im Rahmen der Veranstaltung auch die Deutschen Hochschulmeisterschaften ausgerichte, wo ich mir folglich auch den Vizetitel sichern konnte. Am Samstag konnte ich mir dafür beim Eliminator Sprint der DHM den Titel sichern.

In der nächsten Woche geht es dann mit der Deutschen Meisterschaft in Saalhausen weiter.

Worldcup #2 Albstadt

The whole world elite of Mountainbiking found their way to Albstadt, Germany, for the second round of the UCI Mountainbike Worldcup. And so did about 15.000 spectators, that were joining the 4 km long track in the “Bullentäle”, which is well know for it`s pretty steep climbs.

With about 150 riders on the line I started quite bad and lost some places right in the beginning. But from lap towards on I started to move forward. Unfortunatley I got thrown back during my chase two times: Once when I had a chain suck and the second time when I crashed out of the track after an collision with an other rider. So I overtook some riders a few times… But I kept it up and finished the race in 49th. Not what I was aiming for at the start of the season, but after a disapointing first half of the season it was a step forward.

Worldchampion Absalon won the race ahead of Schurter and Kulhavy.

I will now try to make a small cut and enjoy an easy week before putting all in for the preparation for the second part of the season.