B Post Bank Trofee Hasselt

Crosssport und Belgien, das ist etwa wie Volksfest in Deutschland. Und daher freute ich mich sehr, einige Crossrennen im nahegelegenen Nachbarland in meine Vorbereitung für die neue MTB-Saison einzubauen. Beim Lauf zur renommierten B Post Trofee Serie in Hasselt stand nahezu die gesamte Weltelite am Start und etliche tausend Zuschauer verwandelten die 2,5 km lange recht buckelige Runde in eine Festwiese. Mir gelang auf der Straße ein schlechter Start, ich war schlicht zu zurückhaltend und stand in der ersten Runde somit erstmal hinten an. Nach einem Fahrfehler auf dem rutschigen Boden sprang mir vorne der Schlauchreifen von der Felge. Nach einer halben Runde und einem Radwechsel nahm ich dann die Verfolgung auf. Trotz des ehr missglückten Start ins Rennen wollte ich nochmal Vollgas fahren und die tolle Stimmung am Streckenrand genießen. Einige Fahrer konnte ich noch überholen bevor ich etwas vor Rennende aus dem Rennen genommen wurde, die Spitze war wohl schon ziemlich weit voraus…

Trotzdem war es eine gute Erfahrung und faszinierend zu sehen wie die Spezialisten ihre Crossräder wie auf Schienen durch die rutschigen Kurven manövrieren.

 

Cyclocross: WEC Lohne

Das erste Crossrennen in diesem Winter fand für mich in Lohne in Niedersachsen statt. Beim 6. Lauf zum Weser-Ems-Cup suchte ich eine Abwechslung zum Wintertraining. Ich konnte mich auf der technisch versierten Runde mit einigen Hügeln schnell an die Spitze des Feldes setzen und hatte viel Freude daran, mal wieder mit einer Nummer auf dem Trikot zu fahren. So konnte ich nach neun Runden auch vor Thomas Hannöver gewinnen.

 

Am nächsten Samstag werde ich in Belgien beim der BP Postpank Trofee in Hasselt starten.

Saisonrückblick 2014

Wie in den vergangenen Jahren ist der Oktober bei mir ein ziemlich ruhig, Zeit für eine kleine Pause um Körper und auch dem Kopf etwas wohlverdiente Regeneration zu geben und den Fokus auf die Dinge im Leben zu richten, die in der Saison teilweise zu kurz kommen.

Dannoch möchte ich die Zeit nutzen und einen kleinen Blick zurück auf meine erste Saison in der Eliteklasse werfen. Kurz lässt sich meine Saison als Achterbahnfahrt beschreiben. Zunächst gut gestartet, dann eine durchwachsene erste Saisonhälft mit bitteren Erfahrungen wie dem Sturz in Cairns direkt am Start. Wenig später gelang mir dann in Nove Mesto ein guter Weltcup, bei dem ich in die Top20 fahren konnte. Besser noch wurde es in der zweiten Saisonhälfte. Die Form war gut und wie es zu einer vernünftigen Achterbahnfahrt dazu gehört, gab es auch absolute Höhepunkte. Einer davon war sicherlich der Gewinn des Deutschen Meistertitels in meinem ersten Elite Jahr. Ein unglaubliches gefühl. Im Großen und Ganzen verlief die zweite Saisonhälfte sehr gut, bei den Weltcups lief es zwar nicht immer wie gewünscht oder erhofft, doch gerade zum Ende der Saison hin konnte ich bei der WM in Norwegen und danach bei den internationalen Rennen in Bad Salzdetfurt und in Gelenia Gora noch einmal richtig aufdrehen. So kann  ich unter dem Strich auf eine gute Saison zurückblicken und bin mir sicher, dass ich aus den verschiedenen kleineren Rückschlägen wieder etwas lernen konnte.

Man kann es nicht oft genug sagen, aber ohne Unterstützung wäre all das nicht möglich gewesen. Deshalb an dieser Stelle ein ganz großes Danke an alle die mich unterstützt haben, ganz besonders natürlich an mein Team Focus XC, meine Familie und Freundin, meinem Trainer, der Nationalmannschaft und meinen  Freunden. Mir hat’s erneut wahnsinnigen Spass gemacht mit euch!

 

Maja Wloszczowska Trophy Jelenia Gora

Am vergangenem Wochenende ging mit der Maja Wloszczowska Trophy in Jelenia Gora die europäische Cross Countrysaison zu Ende. Der Kurs in der Heimtstadt der Vizeolympiasiegerin von 2008 war sehr abwechslungsreich, mit ständigem Auf und Ab und vielen Trails. Eine Stunde vor dem Rennen einsetzender Regen machte die Strecke jedoch zu einer Rutschbahn und so manche Abfahrt zum Lotteriespiel.

Ich erwischte im gut besetzten Feld um Vizeeuropameister Fabian Giger und U23 Weltmeister Michiel van der Heijden einen ordentlichen Start, konnte dem Tempo an der Spitze jedoch nicht ganz folgen. In den nächsten Runden gelang es mir Rang drei so erobern und den Abstand zu den beiden Führenden Emil Lindgren und Michiel van der Heijden nicht zu groß werden zu lassen. Trotz einiger Wackeler nach der Rennmitte wuchs mein Abstand zu den Verfolgern. Und das erwies sich in der letzten Runde als wertvoll: Denn bereits zu Beginn der letzten 4km-Schleife demolierte ich mir bei einem Sturz das Schaltwerk. Bei einem weiteren Rutscher etwa 1,5 km vor dem Ziel fing ich mir einen Hinterradplatten ein. Doch erfreulicher Weise konnte ich Rang drei hinter Lindgren und van der Heijden verteidigen und freue mich so über einen gelungenen Saisonabschluss.

Nach einer langen Saison ist es nun an der Zeit dem Körper etwas Erholung zu geben und die Radfreie-Zeit zu genießen.

Photo ©Bikelife.pl.

Bundesliga final Bad Salzdetfurth

Just one week after the World Championships in Norway the last points of this years Bundesliga were distributed in the beautiful town of Bad Salzdetfurth in the north of Germany. The 3.5km course with start and finish in the middle of the nice old town, the awesome spectators and at least the nice autumn weather created an superb atmosphere again.

I had quite a bad start into the Elite race that was sheduled with eight laps. I just couldn`t follow the really high speed in the front and so I reached the top of lap one in 22. place. But after this lap evereything seemed to improve: I found my rhythem and a good speed and overtook rider by rider. Midway through the race I was in reach of the podium and with a good last lap I managed to get third behind winner Moritz Milatz and Fabian Giger.

Surely I didn’t expect a podium in this strong field but so I’m even more happy and satisfied about the race.

Next week I will do the last race of my season in Jelenia Gora (C1) in Poland.

Bundesligafinale Bad Salzdetfurth

Eine Woche nach den Weltmeisterschaften in Norwegen wurden in der Solestadt Bad Salzdefurth am Rande das Harz  die letzten Punkte der diesjährigen Bundesligasaison verteilt. Das Rennen der HC-Kategorie war so noch einmal mit vielen Topleuten aus ganz Europa versehen. Der tolle 3,5 km lange Kurs mit Start und Ziel direkt in der Altstadt, die vielen Zuschauer und nicht zuletzt angenehmes Herbstwetter sorgten wieder einmal für eine einzigartige Atmosphäre und super Stimmung.

Der Start in das Eliterennen über acht Runden gelang mir jedoch zunächst nicht so gut, ich konnte das hohe Tempo zunächst nicht mitgehen und lang am höchsten Punkt der Strecke auf dem 22. Platz. Doch dann lief es bei mir richtig rund, ich fand einen super Rhythmus und machte Platz um Platz gut. Nach Rennhälfte lag ich sogar in Schlagdistanz zum Podium und konnte mir mit einer guten Schlussrunde tatsächlich den dritten Platz hinter Moritz Milatz und Fabian Giger sichern.

Damit hätte ich bei diesem Feld nicht gerechnet und bin somit richtig happy.

Am nächsten Wochenende findet für mich in Jelenia Gora (C1) das letzte Rennen der Saison statt.

World Championships Hafjell

The 2014 UCI MTB World Championships took place in beautiful Hafjell, about 150km north of the Norwegian capital Oslo.
The 4.2 km track on the former Olympic Alpine Ski hillside was pretty tough and bumpy.
I had quite a good start into my first Elite Worlds and was riding around 20th when I flated in lap three. After the stop in the pit I struggled a bit but with two laps to go I found my rhythem again and in the end I moved up from an temporary 33rd place into 18th. I’m pretty happy and satesfied especially with the way I made it into the Top20.

New worldchampion is the French Julian Absalon, who won his fifth titel ahead of Schurter and Fontana.

Weltmeisterschaft Hafjell

Im norwegischen Hafjell wurden in der vergangenen Woche die UCI MTB Weltmeisterschaften ausgetragen. Die 4,2km lange Strecke am Skihang unweit des ehemaligen Olympiaortes Lillehammer war sehr anspruchsvoll und auf vielen Teilen der Runde wurden die Fahrer auf dem buckeligen Boden stark durchgeschüttelt.

Ich kam bei meiner ersten WM bei der Elite gut ins Rennen und lag nach drei Runden um Platz 20. Doch dann erwischte ich einen Stein falsch und in der Folge fuhr ich einen Platten. Nach dem Wechsel fand ich mich etwa auf Platz 33 wieder, hatte jedoch zunächst Mühe meinen Rhythmus wieder zu finden und strauchelte auch etwas in einer technischen Passage. Doch dann lief es wieder rund und in den letzten zwei Runden konnte ich nochmal zulegen und mich so auf Platz 18 vorschieben. Somit bin ich super zufrieden mit dem Resultat und der Art und Weise wie ich es an diesem Tag erreichen konnte.

Neuer Weltmeister ist Julien Absalon aus Frankreich, der seinen fünften Titel vor Nino Schurter und Marco Fontana gewann.

Worldcup #7 Meribel

The worldcup final in Meribel in the French Alps was overshadowed by the tragic accident of our teammate Annefleur. So instead of writing about my race and the track I prefer to share the letter the team wrote to Annefleur:

„Dear Annefleur „Fleur“,
thank you very much for your time spending with all of us. You´ve brought a lot of vitality and heart´s blood into our team and the cycling sport. With all your love of sport you´ll always remain in our hearts.
On the race day in Meribel you made the sun shine all day long, every flower by the wayside of the track flourished so that you could watch the race from every angle.
You, „Fleur“, didn´t miss to be with every single participant that day: with „your flower“ attached to every number you could experience everyone giving his/her best on that special day, precisely for you.
Every time we think of you, you give us hope and so much strength – thank you for that! You´ll always be with us, we know.
„It´s good for me“- one of your most replied answers to our questions. We do hope from the bottom of our hearts that it is like this, now.
Because of you, the entire cycling family moved closer together, merged and hold a moment of silence prior to each race. Many people, hardly knowing each other, put their arms around each other at the thought of you. What a wonderful experience for us, that day.
Your „beloved“ Focus XC Team
FOCUS XC Team – together fun and success!“

Even it was so secondary this weekend: I finished on an ok 30 place, not the result I was dreaming about but legs just didn’t want so spin as I wanted.

Worldcup #7 Meribel

Das Weltcupfinale im französischen Meribel wurde am vergangenen Wochenende von einem unglaublich tragischen  Unfall unserer Teamkollegein Annefleur überschattet. Daher findet ihr hier diesmal keinen normalen Rennbericht, sonder einen Brief unseres Teams an Annefleur:

“ Liebe Annefleur „Fleur“,
vielen herzlichen Dank für deine Zeit mit uns Allen. Du hast in das gesamte Team und für den Radsport viel Lebensfreude und Herzblut gebracht. Mit deiner Liebe zum Sport wirst du uns immer im Herzen bleiben.
Am Renntag in Meribel hast du den ganzen Tag die Sonne scheinen lassen, jede Blume öffnete sich am Wegrand zur Strecke, damit du von allen Seiten das Rennen betrachten konntest. Du, „Fleur“ hast es Dir auch nicht nehmen lassen bei allen Bikern dabei zu sein. Mit „deiner Blume“ an jeder Startnummer hast du gesehen wie Alle, auch für dich, das Beste an diesem besonderen Tag gegeben haben.
Immer wenn wir an Dich denken gibst du uns Hoffnung und sehr viel Kraft. Danke dafür. Du wirst uns immer begleiten, das wissen wir und Deine meist genutzte Antwort auf eine Frage von uns – „es ist gut für mich“ – nun hoffen wir von Herzen, das es jetzt auch so ist.
Die gesamte Radsportfamilie ist durch dich näher zusammen gerückt, alle haben sich vereint und in der Stille vor jedem Rennen an dich gedacht. Viele Menschen die sich kaum kennen haben sich in Gedanken an dich umarmt, welch ein schönes Erlebnis für uns an diesem Tag.
Dein „geliebtes“ FOCUS-XC-Team
FOCUS XC Team – gemeinsam Spaß und Erfolg!“

Auch wenn die Leistung an diesem Wochenende wirklich zweitrangig war, bin ich 30. im Eliterennen geworden, nicht das was ich mir gewünscht hatte aber ok, denn an diesem Tag wollten die Beine einfach nicht so wie der Kopf.