Saisonausblick

Nachdem Weltcup in La Bresse war der erste große „Saisonblock“ vorbei und so habe ich erstmal eine Woche die Beine hoch gelegt und etwas „relaxt“, das tat sehr gut:). Auch mal auf die bisherige Saison zurück zu blicken war cool und motivierend, denn jetzt geht es weiter.

Als nächstes Rennen steht 3. Juni die Swiss Bike Trophy (HC) in Bern auf dem Plan. Die EM im russischen Moskau werde ich nicht fahren und dann bei der Sprint DM in Kirchzarten im Schwarzwald wieder am Start stehen. Danach folgen mit den Überseeweltcups und der daraufflogenden DM gleich drei große Rennen in wenigen Wochen.

Direkt vor dem letzten Weltcup in Val d‘ Isere werde ich mit dem BDR in Livignio sein. Die coolen Trails, die Berge, darauf freue ich mich schon und hoffe gute Trainings für den letzten Abschnitt der Saison mit den letzten Bundesligaläufen und er WM zu absolvieren. Aber das ist ja erstmal noch weit weg, dennoch freue ich mich schon drauf;).

4# Weltcup in La Bresse

Die kleine Stadt La Bresse in den französischen Vogesen war am Wochenende Schauplatz des vierten UCI Worldcups der Saison. Mit einem langen, steilen Anstieg und  30o hm pro 4,9 km Runde war die Strecke ehr „Oldschool“, aber mit der langen und mit Felsen übersäten Abfahrt doch cool. Und vor allem die vielen Zuschauer versetzten den steilen Vogesenhang in eine atemberaubende Stimmung.

Der Start des U23 Rennens über eine Startloop und fünf Runden war zunächst taktisch geprägt, doch sobald es in den ersten Anstieg ging wurde das Tempo vom späteren Sieger Alexander Gehbauer extrem angezogen und er setzte sich bereits  ab.  Bis zum höchsten Punkt der Strecke musste ich auch die Verfolger etwas ziehen lassen, konnte jedoch in der langen Abfahrt wieder aufschließen. In den nächsten zwei Runden verkleinerte sich die Gruppe am Berg und plötzlich waren wir nur noch zu zweit. Ich konnte kurz vor der Abfahrt am Tschechen Cink vorbei gehen und kam mit etwa 15 Sekunden aus der Abfahrt. Ich merkte meine Beine in der nun vorletzten Runde extrem und hoffe meinen Rhythmus dennoch durchziehen zu können. Mein Vorsprung auf die Verfolger vergrößerte sich vor der letzten Runde und so kämpfte ich  mich noch einmal den langen Berg hoch. Als ich oben sah, dass der Vorsprung kaum geschrumpft war, konzentrierte ich mich auf die letzte Abfahrt: „kein Risiko, kein Platten, Markus!“. Es ging auf und so konnte ich mir überglücklich den zweiten Platz hinter Gehbauer und vor dem Schweizer Stirnemann, der Cink in der letzten Abfahrt noch überholte, sichern.

Das alles funktioniert hat, ich mich gut gefühlt habe und es zum Podest gereicht hat, darüber freue ich mich wirklich enorm:).

 

3# Worldcup in Nove Mesto

Eine unglaubliche Kulisse, viele Zuschauer und eine tolle, technisch anspruchsvolle Ründe mit vielen Wurzeln waren am Wochenende die Raenbedingungen für den 3. Lauf des MTB Weltcups in Nove Mesto na Morave in Tschechien.
Durch den Regen am Morgen war der etwa 5 km lange Kurs im U23 Rennen teils etwas rutschig und so noch schwere. Im großen Fahrerfeld erwischte ich einen guten Start konnte aber beim hohen Anfangstempo des Tschechen Cink nicht mitgehen. Es entstanden schnell Lücken doch ich konnte den Kontakt zum Podium nur ganz knapp halten. Durch einen Sturz in der ersten Ründe riss der Kontakt vollends ab und bei mir lief es nicht so rund. Ich versuchte wieder vor zu kommen doch ich bekam einfach keinen Vortrieb obwohl ich mich gut fühlte. Ich merkte, dass ich wohl viel zu viel Lift fuhr und so oder so von einer größeren Gruppe eingeholt werden würde. So stoppte ich um etwas Luft aus den Reifen zu lassen und konnte danach etwas in der Gruppe mitfahren. Diese Kombination tat wohl gut und so lief es in den letzten beiden Runden noch mal richtig gut. Mit einer Rundenbestzeit in der vorletzten Ründe und einer guten Schlussrunde konnte ich mich Platz 5 sichern und war somit nicht unzufrieden. Zufrieden war ich jedoch auch nicht;). Es gewann der Tscheche Cink vor Van der Heijden und Gehbauer.
Jetzt freue ich mich auf dem Weltcup nächste Woche in La Bresse in den französischen Vogesen.

Vorschau 3# Weltcup Nove Mesto

Nachdem der MTB Weltcup in Nove Mesto in Tschechien im letzten Jahr zum besten Weltcup der Saison gewählt worden ist, geht es dieses Jahr dort in die zweite Runde. Gegenüber der Erstaustragung im Vorjahr wurde die Strecke am Biathlon-Weltcup-Stadion wohl leicht verändert, wird aber an ihrem Anspruch wohl kaum verloren haben: Viele Wurzeln, Steinfelder und ein ständiges Auf und Ab, richtiges Mountainbiking also.

Mir gefällt die Strecke sehr gut und ehrlich gesagt freue ich mich schon seit Houffalize auf dieses Rennen. Zwar habe ich gerade hier im letzten Jahr einen Platten verbucht, doch dieses Jahr hoffe ich, dass nach einigen Defekten in den letzten Rennen hier das Glück wieder etwas zurück kehrt;). Am Samstag um 15.30 wird der Startschuss zum U23 Rennen fallen und man darf denke ich ein spannendes Rennen erwarten. Ich hoffe an die Leistungen der vorausgegangenen Rennen anknüpfen zu können, schauen wir also einfach mal wie es läuft;).

Alle weiteren Info’s zum Rennen gibt es hier. 

 

2# Bundesliga Heubach

Der zweite Lauf der MTB-Bundesliga in Heubach auf der schwäbischen Ost-Alb war an diesem Wochenende mit dem „Who is who“ der Mountainbikeszene besetzt. Wie jedes Jahr war die etwa 5 km lange Strecke extrem fordernd, denn bevor es in den langen und „flowigen“ Downhill geht, gilt es auf einem gut 2 km langen Anstieg etwa 240 Höhenmeter zu absolvieren. Passend zu diesem Wochenende fand der Sommer nach Deutschland und so war die Strecke schön trocken und schnell.

Bevor es jedoch am Sonntag auf die große Runde ging, fand am Samstag ein Shortrace im Start-Zielbereich statt. Das Format war recht speziell: Es gab nur einen Lauf über vier kleine Runden. Somit war der Start schon fast vorentscheidend. Ich erwischte aus Reihe zwei einen guten Start, lag auf Position drei ehe ich in einer Kurve kurz wegrutschte und einige Plätze verlor. Jedoch konnte ich noch einmal Plätze gut machen und durfte als Fünfter zusammen mit dem Sieger Jochen Käß und den anderen Platzierten auf’s große Podest klettern.

Am Sonntag stand dann ein absolutes Weltklasse-Fahrerfeld um Weltmeister Kulhavy an der Startlinie, bereit den harten Anstieg zum Rosenstein hinauf zu „jagen“. Ich kam am Start des Elitefeldes gut weg, doch das Tempo war enorm hoch. Ich versuchte dran zu bleiben, aber auch nicht zu überziehen. Das Tempo einer größeren Gruppe bis Platz drei war mir einen Ticken zu hoch und so versuchte ich meinen eigenen Rhythmus zu fahren. Das gelang mir auch gut und so konnte ich ab der dritten Runde  Positionen gut machen. Ich sah Moorlag und Kulhavy und damit die Top Ten vor mir. In den nächsten Runden gelang es mir die beiden zu überholen und sogar zu Lukas Flückinger auf Platz acht auf zu schließen.  Bis zum höchsten Punkt der letzten von sieben Runden konnte ich dem Schweizer folgen und wollte die letzte Abfahrt ins Ziel auf Platz neun liegend nur noch runterkommen. Das kam ich auch, jedoch nicht so wie ich es mir gewünscht hätte: In der zweiten, dritten Kurve bekam ich plötzlich wie aus dem nicht vorne einen Platten. Ohne Luft im Reifen musste ich den Downhill herunter fahren und stürzte dabei noch. So verlor ich bis ins Ziel noch fünf Positionen und kam enttäuscht auf Platz 14 ins Ziel. Der Sieger des Rennens wurde Moritz Milatz vor Fabian Giger und Jose Antonio Hermida.

Nachdem sich mein Frust etwas gelegt hatte, konnte ich wenigstens für mich feststellen, dass es ja doch eigentlich ein ganz gutes Rennen war. Deshalb freue ich mich nun schon sehr auf die beiden folgenden Weltcups in Nove Mesto und La Bresse.